PFAS-Chemikalien vor Verbot?

Ewigkeits-Gifte – Politikerinnen lassen sich testen

Mutiger Selbstversuch: Drei Wiener Grün-Politikerinnen und "Heute"-Klimaredakteur Bernd Watzka ließen sich auf Ewigkeits-Chemikalien (PFAS) testen.
Bernd Watzka
23.04.2026, 12:29
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"Mit dem Start der EU-Gespräche zum Verbot der sogenannten Ewigkeits-Chemikalien PFAS tritt ein zentrales Dossier für den Schutz von Gesundheit und Umwelt in eine entscheidende Phase", so EU-Parlamentarierin Lena Schilling im"Heute"-Gespräch vor Start der Selbsttests.

Auch "Heute"-Redakteur macht Test

Um zu beweisen, dass so praktisch jeder Mensch der westlichen Industriegesellschaft mit PFAS belastet ist, hatte der Grüne Klub im Rathaus zum Selbsttest geladen: Tina Wirnsberger (Umweltsprecherin), Lena Schilling (hatte schon vorab getestet) und Julia Malle (stv. Klubobfrau) traten an.

Auch "Heute"-Klimaredakteur Bernd Watzka ließ es sich nicht nehmen, den Wahrheitsgehalt diverser PFAS-Gutachten per Test zu überprüfen.

Schädliche Auswirkungen im Körper

Im Interview vor dem Test fassen die drei Politikerinnen noch einmal zusammen, welche Auswirkungen die Ewigkeits-Chemikalien auf den menschlichen Körper haben können - von Leberschäden bis Krebs und Fruchtbarkeitsstörungen. Die Ergebnisse der Tests folgen dann im Mai.

PFAS sind "schädlich und toxisch"

Die Europäische Chemikalien-Agentur habe "klar festgestellt, dass PFAS schädlich, toxisch und langlebig sind und sich in Umwelt und Körpern anreichern", so Schilling. Nun werde sich zeigen, "ob die EU ein umfassendes Verbot ohne Schlupflöcher durchsetzt oder ob Ausnahmen und Verzögerungen das Vorhaben verwässern".

Autsch! "Heute"-Klimaredakteur Bernd Watzka beim PFAS-Test im Wiener Rathaus.
Heute

Gefährliche Industriechemikalien

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von 10.000 synthetischen Industriechemikalien, die wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie extrem langlebig sind. Aufgrund ihrer Eigenschaft, sich in Umwelt und Organismen kaum abzubauen, werden sie "Ewigkeits-Chemikalien" genannt.

Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und Organe zu schädigen. PFAS werden in vielen Produkten genutzt, darunter wasserdichte Kleidung (Outdoor), Teflonpfannen, Pizzakartons, Kosmetik, Löschschaum und Skiwachs.

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