Die Natur ist heuer ungewöhnlich früh dran. Obwohl der Winter in manchen Regionen kälter war als zuletzt, treiben viele Bäume deutlich früher aus als im langjährigen Schnitt. Hauptgrund dafür: die milden Temperaturen im Februar.
Besonders auffällig ist der Unterschied bei Obstbäumen. Apfelbäume sind heuer in unseren Breiten im Schnitt 15 Tage früher ausgetrieben. Auch die Rosskastanie ist rund eine Woche früher dran, der Bergahorn etwa sechs Tage.
Laut Geosphere Austria hatte der kühlere Jänner kaum Einfluss auf die Entwicklung. "Der milde Februar führte zu einem früheren Einsetzen der Vegetationsperiode", erklärt Phänologin Kerstin Haslehner dem ORF.
Auch bei der Blüte zeigt sich das gleiche Bild. Marillenbäume blühten etwa neun Tage früher, Süßkirschen rund sechs Tage. Das Problem: Späte Frostphasen können den frühen Pflanzen zusetzen. "Das Risiko für Schäden steigt", warnt Haslehner.
Die Entwicklung passt in ein größeres Muster. Die Natur richtet sich nach sogenannten phänologischen Jahreszeiten. Aktuell beginnt bereits der Vollfrühling. Vorfrühling und Erstfrühling sind heuer im Schnitt fünf bis sieben Tage früher eingetreten.
Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten zeigt sich ein noch deutlicherer Trend: Gegenüber dem Mittel von 1961 bis 1990 ist die Natur aktuell sogar um rund 13 Tage voraus.