Spargelzeit

Teurere Preise! Spargelbauern kämpfen mit Mehrkosten

Die Spargelernte startet heuer später, bleibt aber witterungsabhängig. Steigende Kosten belasten die heimischen Betriebe zusätzlich.
Heute Life
24.04.2026, 07:54
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In vielen Supermärkten findest du das heimische Edelgemüse schon, aber die kühlen Temperaturen rund um Ostern haben das Wachstum – vor allem vom Grünspargel – ordentlich gebremst. Das war vor allem heuer spürbar, wie der ORF berichtet. In den nächsten Tagen soll frischer österreichischer Spargel dann aber endlich flächendeckend im Handel landen. Wie viel Spargel geerntet werden kann, hängt allerdings stark vom Wetter in den nächsten Wochen ab.

"Grünspargel wächst bei warmen Temperaturen 10 bis 12 cm pro Tag, weißer Spargel 5 bis 6 cm. Bei kühlen Bedingungen sinkt das Wachstum hingegen auf etwa ein Zehntel dieser Menge", erklärte Werner Magoschitz, Obmann vom Verein Marchfeldspargel. Im Vorjahr wurden gut 2.800 Tonnen Spargel geerntet, heuer sind es etwas mehr als 2.700 Tonnen gewesen.

Das Marchfeld ist bei uns das größte Anbaugebiet für Spargel. Fast zwei Drittel des beliebten Gemüses kommen von dort. An zweiter Stelle liegt Oberösterreich mit rund 18 Prozent. Mittlerweile reicht das Anbaugebiet sogar bis nach Vorarlberg.

Iran-Krieg trifft Landwirtschaft

Dass die Saison später losgeht, ist bitter – sie kann nämlich nur nach vorn verlängert werden. Ab Juni geht die Nachfrage zurück. "Weshalb die Ernte mit Mitte Juni aus wirtschaftlichen Gründen weitgehend eingestellt wird", so Magoschitz, der selbst Spargel im Marchfeld anbaut.

Die Stimmung unter den Bäuerinnen und Bauern ist derzeit eher gedrückt. Grund dafür sind die Folgen des Iran-Kriegs, der wie in vielen anderen Bereichen auch die Landwirtschaft trifft. "Unsere Spargelbäuerinnen und Spargelbauern müssen je nach Betriebsgröße – allein durch die Dieselpreissteigerungen – Ernte- bzw. Transportmehrkosten im vier-bis fünfstelligen Bereich verkraften", berichtete Moosbrugger. Das Anlegen der Dämme, das Auflegen der Folien und die Pflegearbeiten seien heuer zwar noch nicht betroffen, aber für Kühlung, Sortierung und Verpackung fallen jetzt zusätzliche Energiekosten an.

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich fordert, wie schon andere Vertreter, dass die Agrardiesel-Vergütung wieder eingeführt wird. Die ist Ende 2025 ausgelaufen. Es geht dabei auch um den Wettbewerb mit anderen EU-Ländern, denn die Preise sind bei uns im Vergleich besonders hoch. Die Wettbewerbsnachteile werden durch den Iran-Krieg jetzt noch größer.

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