Tierische Versorgung

"Meine Bienen" - So wirst du zum Hobby-Imker

Der Begriff "Selbstversorger" gewinnt gerade in einer Zeit der Inflation immer mehr an Bedeutung. Der eigene Honig ist hier auch für viele ein Muss.
13.05.2026, 12:38
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Immer mehr Menschen interessieren sich für die private Bienenzucht. Unabhängig der schlimmen Wirtschaftslage leisten Bienen auch einen wichtigen Beitrag für die Natur, fördern die Artenvielfalt und liefern mit ihrem Honig ein wertvolles und vielseitig einsetzbares Naturprodukt.

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Doch wer in Österreich eigene Bienenvölker halten möchte, sollte sich vorab gut informieren. Neben der richtigen Ausstattung gibt es nämlich auch gesetzliche Regeln und Verantwortung gegenüber Tier, Nachbarn und Umwelt.

Positive Aspekte

Schon wenige Bienenvölker können zur Bestäubung von Obstbäumen, Gemüse und Wildpflanzen beitragen und gleichzeitig einen spannenden Einblick in das Leben der Honigbienen und die Abläufe in der Natur bieten. Die positiven Aspekte der Hobby-Imkerei liegen also auf der Hand, und wer hätte nicht gerne den Honig aus dem eigenen Garten?

Vurschrift und Vurschrift

Darf man in Österreich überhaupt privat Bienen halten? Grundsätzlich ja, allerdings gelten bestimmte Vorschriften, die je nach Bundesland leicht variieren können. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man sich immer in der Landwirtschaftskammer genau informieren.

Wichtige Regeln im Überblick:

  • Jeder Bienenstand muss bei der zuständigen Behörde gemeldet werden. In vielen Fällen erfolgt die Registrierung über die Bezirksverwaltungsbehörde oder die Tierdatenbank.
  • Die Standorte der Bienenvölker müssen dokumentiert werden.
  • Imker sind verpflichtet, Krankheiten wie die Amerikanische Faulbrut zu melden.
  • Bienen dürfen Nachbarn nicht unzumutbar beeinträchtigen.

Was mögen Bienen eigentlich?

Der Bienenstock sollte immer an einem sonnigen und windgeschützten, mit viel Morgensonne, stehen. Genug Abstand zu den Nachbarn ist selbstverständlich, aber auch die Flugbahn sollte kalkuliert werden und fern von Terrassen und Spielplätze führen. Zum Nektarsammeln muss natürlich das Nahrungsangebot mit Gärten, Wiesen und Obstplantagen stimmen. Auch das Wasser nicht vergessen, denn die Kühlung des Stocks ist essenziell.

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Erstausstattung

Für den Einstieg in die Imkerei sollte man schon realistisch mit etwa 500 bis 1.500 Euro rechnen. Experten empfehlen zwei Bienenvölker, für die man Bienenstöcke anschaffen muss, Schutzbekleidung mit Schleier, einen Smoker zur Beruhigung, Stockmeißel, Honigschleuder und das Futter. Auch die Biene braucht Medikamente gegen Parasiten – Kosten, mit denen man langfristig rechnen muss.

Der Feind!

Als größte Gefahr für Honigbienen gilt die Varroamilbe. Der Parasit schwächt die Völker und kann unbehandelt ganze Bienenvölker vernichten. Regelmäßige Kontrollen und geeignete Behandlungen sind deshalb Pflicht.

Wenn man ganz genau hinsieht, entdeckt man die Varroa-Milbe sogar.
©iStock, Montage Heute

Viele Imkervereine bieten Schulungen und Unterstützung an, die man unbedingt annehmen sollte, denn am Weg zum eigenen, erfolgreichen Bienenvolk müssen einige Unwetter umschifft werden. Wissen ist Macht und in diesem Fall für Tier und Umwelt mehr als wichtig.

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