Trotz Teuerung, globaler Krisen und Unsicherheiten bleibt das Umweltbewusstsein in Österreich hoch. Das zeigt der aktuelle "Mensch-Umwelt-Monitor" des Umweltbundesamts (UBA). Dafür wurden mehr als 2.000 Menschen befragt - mit eindeutigem Ergebnis: Klimaschutz ist für viele ein zentrales Thema.
Ganz oben auf der Liste der Umweltsorgen stehen laut Studie Klimawandel und Klimaschutz. Dahinter folgen Bodenversiegelung, Extremwetter und die Energiewende. Für UBA-Chefin Hildegard Aichberger ist klar: Umweltfragen sind längst auch gesellschaftliche Themen.
Spannend ist der Blick auf unterschiedliche Gruppen der Befragten: Während etwa die etablierte Mitte und progressive Bürger besonders stark hinter Klimaschutz stehen, zeigen sich bei manchen Gruppen wie "politikfernen" Arbeitern oder jungen Individualisten mehr Vorbehalte. Dennoch bleibt die Zustimmung insgesamt hoch.
Besonders deutlich wird das bei konkreten Maßnahmen: 86 Prozent der Befragten wollen mehr Förderung für klimafreundliche Technologien. 84 Prozent sprechen sich für eine bessere Kennzeichnung solcher Produkte aus. Auch soziale Unterstützung beim Umgang mit Klimafolgen findet breite Zustimmung.
Umweltminister Norbert Totschnig sieht sich bestätigt: Die Mehrheit der Bevölkerung unterstütze klare umweltpolitische Schritte. Das sei ein wichtiges Signal für die Zukunft.