Obwohl die beste Zeit zur Vogelbeobachtung - oder mittlerweile "Birding" genannt - stark von Jahreszeit, Tageszeit, Ort und Vogelart abhängt, gelten ein paar Faustregeln, um erfolgreich zu sein.
Momentan kann man als Hobby-Ornithologe richtig jauchzen, denn der Frühling ist natürlich insgesamt die schönste Jahreszeit, um den Piepmätzen nachzustellen. Die Vielfalt ist besonders groß, da alle Zugvögel wieder zurückgekehrt sind und auch die Aktivität beim Balzgesang sollte man nicht missen.
Die vielversprechendste Tageszeit für das Birding ist am frühen Morgen zwischen 06:00 und 09:00 Uhr, kurz nach Sonnenaufgang. Wer ländlich wohnt, wird wissen warum, denn bereits ab 05 Uhr früh hört man schon die ersten Melodien, die den Tag willkommen heißen. Vögel singen, suchen Nahrung und bewegen sich besonders viel.
Anfänger-Tipp:
Das beliebteste Fernglas zu Beginn sollte ein sogenanntes 8x24 Fernglas sein. Dies bedeutet die 8-fache Vergrößerung mit einer Objektivgröße von 24mm.
Wenn die Sonne im Zenit steht, halten die meisten Vögel "Siesta" und hocken in ihren Verstecken. Amsel und Kohlmeise jedoch hört man auch zur Mittagsstunde, denn die sind eigentlich den gesamten Tag sehr umtriebig und emsig unterwegs.
Bevor unsere Eulenvögel, wie beispielsweise der Waldkauz, in der Dunkelheit auf die Jagd gehen, fliegen die dämmerungsaktiven Flattermänner oft in großen Schwärmen im Abendrot umher. Die Mauersegler und Schwalben, Rotkehlchen und der Uhu können jetzt mit ein bisschen Glück entdeckt werden.
Starker Wind wird von den meisten Vögeln gemieden, weshalb man sich mit dem "Birding" etwas schwerer tut. Nach dem Regen und an milden, trockenen Tagen sollte man aber sein Fernglas schnappen und sich leise in die Natur begeben. Viel Spaß!