Tierisches Geflatter

Kohlmeise siegt! Doch heuer fehlen so viele Arten

In Oberösterreich wurden heuer so viele Wintervögel wie nie zuvor gezählt, doch einige Arten verzeichnen im ganzen Land deutliche Rückgänge.
Heute Tierisch
21.01.2026, 18:38
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In Oberösterreich sind heuer laut der Vogelschutzorganisation BirdLife Austria rund 145.700 Vögel an knapp 4.900 Zählorten gemeldet worden. Das ist ein neuer Rekordwert und ermöglicht den Vogelkundlern einen besonders genauen Einblick in die heimische Vogelwelt im Winter.

Die meisten Meldungen stammen aus Gärten und Siedlungen. Dort zeigt sich besonders deutlich, wie sehr Lebensraum und Wetter die Artenvielfalt beeinflussen und wie nicht anders zu erwarten bleibt die Kohlmeise weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Sie wurde fast überall gesichtet und ist nach wie vor die häufigste Art. Dahinter folgen, wie schon in den letzten Jahren, der Feldsperling und der Haussperling auf den Plätzen zwei und drei.

Auffällig ist heuer vor allem die Entwicklung bei der Amsel. Nachdem ihr Bestand vor einigen Jahren stark eingebrochen war, erholt sich die Amsel jetzt spürbar. Sie liegt mittlerweile wieder auf Platz vier und hat ein Plus von sechs Prozent erreicht.

Der hübsche Kernbeißer wurde heuer sehr selten gesehen.
Getty Images

Wintergäste aus dem Norden bleiben weg!

Weniger erfreulich schaut es bei den Wintergästen aus dem Norden aus. Bergfink, Kernbeißer und Erlenzeisig wurden heuer deutlich seltener beobachtet. Diese Arten kommen eigentlich dann nach Österreich, wenn es in ihren Brutgebieten zu wenig Nahrung gibt oder die Bedingungen schlecht sind. Heuer ist dieser Einflug aber fast ganz ausgeblieben. Besonders dramatisch ist der Rückgang beim Bergfink mit minus 79 Prozent, beim Kernbeißer sind es minus 56 Prozent.

Der Grünling wird auch Grünfink genannt und zeigt sich rückläufig.
Getty Images/iStockphoto

Grünling, wo bist du?

Sorgen macht weiterhin der Grünling. Sein Bestand nimmt seit Jahren ab – heuer wieder um 16 Prozent. Schuld daran ist vor allem die Krankheit Trichomoniasis. Aber auch der Verlust von Hecken, alten Bäumen und naturnahen Wiesen setzt dem Grünling zu. BirdLife Austria betont, dass pflegeleichte Gärten, versiegelte Flächen und fehlende Wildblumen den Vögeln das Leben zusätzlich schwer machen.

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