Die Generation Z hat offenbar manchmal dann doch das Bedürfnis, ihre Wurzeln zu finden und das Handy auch für ein paar Stunden auf die Seite zu legen. Beim mittlerweile genannten "Birding", treffen sich ganze Gruppen zwischen 14 und 18, um mit dem Fernglas die Vogelwelt zu erkunden und besser kennenzulernen. Wir finden das toll!
Anstatt sich einfach "nur" in der Natur zu bewegen, nimmt man sie bei der Vogelbeobachtung ganz anders wahr. Man hört auf die Rufe des Waldes, fördert die Gemeinschaft von Gleichgesinnten und wird zum Entdecker, wenn man den zwitschernden Vogel zwischen den Wipfeln sucht. Durch diverse Apps ist man auch ein "Sammler" wenn man Fotos von einem besonderen Vogel macht und dies mit Freunden teilt - alles in allem ist dies längst keine Beschäftigung mehr für Nerds oder Senioren, sondern sollte unbedingt gefördert werden.
Auch die Vogelschutzorganisation BirdLife bietet eine Vogelbestimmungs-App an:
Die Ausübenden nennen sich übrigens "Birder" und mengen dadurch der "Vogelbeobachtung" irgendwie den Coolness-Faktor bei. Experten wollen auch festgestellt haben, dass "Birders" im Allgemeinen mehr Interesse an Umweltschutz, Tierschutz und Biodiversität entwickeln und es wieder ein (wichtiger) Schritt in Richtung Natur, anstatt in die Welt von KI, PC, TV oder Handy ist.
Wer auch immer gerne mit Freunden achtsam durch Wald und Feld streunt, kann dieses tolle "Hobby" auch ohne Vorwissen jederzeit ausprobieren, denn fad wird einem bei 447 nachgewiesenen Vogelarten in Österreich (Stand 2024) bestimmt nicht.