Tierische Saison

Diesem Tier spielt die Trockenheit in die Karten

Die ersten Wespen sind unterwegs. Das warme Wetter erleichtert den Königinnen die Nestgründung, Experten warnen vor gängigen Irrtümern.
Heute Tierisch
08.05.2026, 08:47
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Ein paar sonnige Tage und schon wird man von den Sumsis besucht. Doch nicht nur dicke Hummeln und fleissige Bienen kann man schon beobachten, auch Wespen eröffnen bereits die neue Saison. Laut Experten seien sie aber heuer recht früh dran.

„Es handelt sich dabei um die jungen Königinnen, die überwintert haben. Sie fliegen jetzt herum und beginnen mit der Nestgründung“
Martin SchwarzBiodiversitätszentrum Oberösterreich

Super-Royals freuen sich über Trockenheit

Das derzeitige Wetter spielt den Wespen ordentlich in die Karten. "Es herrscht eine gute Witterung für Wespen. Es ist warm und trocken, das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nestgründung gelingt", sagt Schwarz. Anders als bei den Bienen überlebt bei den Wespen nämlich nur die Königin den Winter. Nach dem Eierlegen ist sie dann alleine dafür zuständig, die Larven zu versorgen.

„Das ist eine kritische Phase. Ist es in dieser Zeit nass und kalt, kann es sein, dass sie es nicht schafft, sie durchzubringen, weil das Überleben des Volkes nur von einem Individuum abhängt.“

Heißt das, mehr Wespen?

Ob wir heuer mit besonders vielen Wespen rechnen müssen, kann man bislang nicht sagen, meint Schwarz: "Wir wissen schließlich nicht, wie die Witterung später im Jahr wird. Wenn es dann kühle Phasen gibt, verlangsamt dies die Entwicklung der Wespenvölker. Sie werden dann nicht so zahlreich"

Zwei Wespen sind fies

Von 15 bis 20 verschiedene Arten sind für uns Menschen meist jedoch nur zwei besonders lästig: die Deutsche und die Gemeine Wespe, die oft auch Erdwespen genannt werden, weil sie ihre Nester in dunklen Löchern bauen. Immer wieder tauchen Tipps auf, wie man die Tiere vertreiben kann. Zum Beispiel, indem man Wespennest-Attrappen aufhängt. "Das ist Unfug und beeindruckt die Wespen überhaupt nicht", stellt Schwarz klar. Auch Rauch oder ätherische Öle helfen in den meisten Fällen kaum.

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