Ein Summen liegt in der Luft: 2026 steht in Teilen Mitteleuropas ein Maikäfer-Massenflug bevor. Nach Jahren der Ruhe unter der Erde krabbeln nun Tausende Käfer ans Tageslicht.
Das seltene Schauspiel ist das Ergebnis eines faszinierenden Lebenszyklus. Die Larven der Maikäfer, die sogenannten Engerlinge, verbringen drei bis fünf Jahre im Boden. Dann schlüpfen sie fast gleichzeitig – meist ab Ende April.
Wie 24garten.de berichtet, wird besonders im Hessischen Ried mit einem Hauptflugjahr der Waldmaikäfer gerechnet. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat dafür eine klare Prognose abgegeben.
Experten unterscheiden zwischen Feld- und Waldmaikäfern. Der Feldmaikäfer bevorzugt offene Landschaften, während der Waldmaikäfer in Wäldern lebt. Innerhalb eines Gebiets entwickeln sich die Tiere synchron und schlüpfen gemeinsam.
Die besten Chancen, die Käfer zu beobachten, hat man in den Abendstunden im Mai, wenn die Tiere aktiv werden und zu ihrem Reifefraß an den Bäumen aufbrechen.
Für Gartenbesitzer stellt sich die Frage: Sind Maikäfer ein Problem? Schäden können vor allem durch die Engerlinge entstehen, die an Wurzeln junger Bäume fressen. Ein massiver Kahlfraß bleibt aber in der Regel auf die Hauptfluggebiete beschränkt.
In den meisten Gärten ist der brummende Besucher daher eher ein seltener Gast als eine echte Plage – und ein faszinierendes Naturerlebnis dazu.