In Bašanija, ganz im Norden von Istrien in Kroatien, ist am Dienstag in der Früh ein toter Delfin am Strand entdeckt worden. Auch wenn der Kadaver bereits stark verwest war, konnte man eine vermeintliche Schusswunde erkennen. Das zuständige Umweltministerium untersucht den toten Meeressäuger nun umgehend, um den Verdacht der Tierquälerei zu bestätigen.
"Am Institut für Veterinärpathologie werden die Verletzungen jetzt fachmännisch untersucht und die genaue Todesursache festgestellt. Da der Verdacht besteht, dass eine Straftat in Form der Tötung und Quälerei von Tieren begangen wurde, werden wir Strafanzeige gegen unbekannte Täter bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstatten", heißt es von der Polizei Umag.
Ob man es glaubt oder nicht, aber es würde sich hier nicht um einen Einzelfall handeln. Im Juni 2024 wurde beispielsweise ebenfalls ein erschossener Delfin an der Adriaküste vor Slowenien gefunden.
"Nach dem Eindringen in den Körper durchschlug das Projektil die linke Brustwand, durchbohrte beide Lungenflügel und verließ den Körper durch die rechte Brustwand. Von den lebenswichtigen Organen beschädigte das Projektil die Lunge, sodass das Tier höchstwahrscheinlich an Atemproblemen starb", berichteten damals die Forscher.
Wo genau das Tier damals erlegt wurde, konnte nicht festgestellt werden. Weil der Golf von Triest zwischen Slowenien, Italien und Kroatien liegt, könnte die Tat auch außerhalb Sloweniens passiert sein, vermuten die Forscher.