Eine Familie aus Graz-Umgebung traute ihren Augen kaum: In ihrem Garten entdeckten die Steirer einen riesigen Schmetterling – in der Fachsprache ein sogenanntes Wiener Nachtpfauenauge. Dabei handelt es sich um einen der größten Schmetterlinge Mitteleuropas.
Der beeindruckende Falter sorgte sofort für Begeisterung. "Echtes Prachtexemplar, die Flügelspannweite mit 16 Zentimetern, konnte sogar vorsichtig gemessen werden", berichtet Leserin Katharina gegenüber "Heute".
Große Nachtpfauenaugen – auch Wiener Nachtpfauenaugen genannt – fallen vor allem durch ihre markante Färbung auf: Die Flügel verlaufen von dunkelbraun am Außenrand zu weißgrau im vorderen Bereich, dazu kommen ockerbraune und weiße Musterungen. Wegen ihrer enormen Größe werden die nachtaktiven Tiere oft sogar mit Fledermäusen verwechselt, wenn sie um Lichtquellen kreisen.
Die Art kommt vor allem in Südeuropa und Nordafrika vor. In Österreich findet man sie hauptsächlich im Osten des Landes sowie in Teilen der Südalpen. Ihren Namen verdankt die Art übrigens Wien – das erste beschriebene Tier wurde einst in der Nähe der Hauptstadt entdeckt.
Das Wiener Nachtpfauenauge lebt bevorzugt in warmen Regionen, etwa in Obstgärten, Parks oder locker verbuschten Landschaften. Experten zufolge gehen die Populationen jedoch seit Jahren stark zurück.
Umso größer war die Freude bei der Familie aus Graz-Umgebung über den seltenen Besucher im eigenen Garten. Das außergewöhnliche Tier wurde vorsichtig begutachtet und vermessen, bevor es wieder in Ruhe weiterflattern durfte.