Tierische Pflege

Armer Nackiger! Igel hat kaum Stacheln und kein Fell

Ein nackter Igel bereitete der Pfotenhilfe in Lochen ordentlich Kopfzerbrechen. Das Wildtier muss gezielt gegen einen Hautpilz behandelt werden.
24.04.2026, 10:01
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Bei der Pfotenhilfe in Lochen ist es endlich so weit und man kann sich von den meisten "Wintergästen" verabschieden. Viele bedürftige Igel aus dem Vorjahr dürfen stark und genährt wieder in die Freiheit entlassen werden und ganz Wildtier sein. Einer zumindest hat aber noch ein paar "Wellness-Wochen" am Tierschutzhof vor sich, denn der kleine Kerl ist immer noch halbnackig.

Kaum Stacheln und kein Fell

Zur besonderen Pflege wurde der kleine, nackte Igel erst kürzlich in die Pfotenhilfe gebracht und befindet sich bereits auf seinem Weg der Besserung. Er hat einen Hautpilz, der intensiv behandelt werden muss, damit die Stacheln wieder nachwachsen, ohne denen er seinen Feinden schutzlos ausgeliefert ist.

Schön langsam wachsen Stacheln und Fell wieder nach.
©Pfotenhilfe

Aber auch wenn Igel torkeln, apathisch wirken oder zu dünn sind, brauchen sie Hilfe. Gesunde Igel sind rund und rollen sich ein, wenn man ihnen zu nahe kommt. Kranke brauchen unbedingt fachkundige Betreuung durch Tierärzte oder Auffangstationen wie die Pfotenhilfe.

„Tun Sie der Natur einen Gefallen und lassen Sie Ihren Garten ein wenig verwildern. Da und dort ein Totholzhaufen, eine flache Wasserstelle, Platz für Brennnesseln und heimische Sträucher und eine kleine Steinmauer bewirken Wunder in der Artenvielfalt. Wildtiere fühlen sich darin wieder wohl und man kann viele schöne Beobachtungen machen“

Igel am Tag? Da hat's was

Jetzt trifft man wieder häufiger auf Igel. Allerdings nicht nur im Garten, sondern auch im Straßenverkehr. Die Tiere sind nicht nur langsam, sondern auch dämmerungs- und nachtaktiv, was eine Straßenüberquerung noch gefährlicher macht. "Wenn sich ein Igel bei Tag zeigt, hat er ein Problem. Entweder ist er krank, verletzt oder verwaist und hungrig", so Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

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