Keine Frage, herkömmliche Rasenmäher sind durchaus ab einer Fläche von 500 Quadratmetern in hohem Maße mühsam, weshalb jeder den Einsatz eines Mähroboters verstehen kann. Der surrende Kollege düst schließlich fast lautlos über die Wiesen und achtet auf eine akkurate Rasenlänge. Untertags können sie auch gerne über die Grundstücke schleichen, doch nachts sollte der ehrenamtliche Landschaftsgärtner sein Schläfchen halten.
Während in deutschen Städten wie Köln, Leipzig oder Mainz bereits auf die nachtaktiven Gartenbewohner Rücksicht genommen wird, gibt es bei uns bisher noch kein Nachtfahrverbot der Rasenroboter. Der Österreichische Tierschutzverein möchte dies nun mit einer Petition endlich ändern und Igel, Amphibien und andere Wildtiere schützen.
Der Österreichische Tierschutzverein fordert vom Gesetzgeber, rasch eine einheitliche Regelung für Österreich zu schaffen, um Igel und andere Wildtiere zu schützen. Sogar der Deutsche Städtetag verlangt eine bundesweit einheitliche Regelung und will zudem die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen. So ernst ist mittlerweile die Lage.
„Ein Nachtfahrverbot für Mähroboter ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt, um tausende Wildtiere vor Verstümmelung oder Tod zu schützen.“Alexios WiklundSprecher, Österreichischer Tierschutzverein
Nachtaktive Wildtiere wie Igel, Amphibien und Insekten haben gegen die scharfen Klingen der Geräte keine Chance.
"Bereits im Mai 2024 forderte der Österreichische Tierschutzverein von der verantwortlichen Politik, ein Nachtfahrverbot für Mähroboter in ganz Österreich zu beschließen. Doch seither ist nichts passiert", so Alexios Wiklund. „Daher starten wir nun eine Petition und fordern eine bundesweite Regelung."
Jetzt unterschreiben und ein klares Zeichen für den Schutz unserer Wildtiere in unseren Gärten setzen. Eine nächtliche Mähroboterpause schützt Österreichs Artenvielfalt und gibt dem Garten sowie seinen tierischen Bewohnern eine wichtige Verschnaufpause.
Der heimische Braunbrustigel steht in Österreich bereits auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Mähroboter verschärfen die Situation zusätzlich, da Igel vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Auf der Suche nach Nahrung werden sie häufig von den "smarten Geräten" erfasst. Das Problem: Die Igel laufen vor Gefahren nicht davon, sondern bleiben möglichst ruhig stehen oder rollen sich zusammen. Rund 47 Prozent der verletzten Igel überleben nicht.
Doch nicht nur Igel sind betroffen: Auch Frösche und Kröten – insbesondere Jungtiere –, sowie Blindschleichen, Eidechsen und andere kleine Reptilien werden häufig Opfer der Geräte. Ebenso geraten immer wieder Jungvögel, die bisher nicht fliegen können, in die Geräte. Außerdem werden Insekten wie Käfer, Spinnen, Grashüpfer, Schmetterlingsraupen von Mährobotern massenhaft zerhäckselt.