Neueste Erkenntnisse über das Brutverhalten mancher Vögel sind einerseits ziemlich cool, andererseits aber auch beunruhigend. Tatsächlich ist es nämlich so, dass weltweit diverse Singvögel gar kein Problem mit unseren unachtsam weggeschnipsten Zigarettenstummel haben - im Gegenteil - sie verwenden sie sogar als Parasitenabwehr in ihren Nestern.
Die Studie, die in der Fachzeitschrift "Animal Behavior" veröffentlicht wurde, zeigt ganz genau auf, dass auf der ganzen Welt unsere "Umweltsünden" von Tieren teilweise sinnvoll genutzt werden. So verweben etwa Blaumeisen jede gefundene "Kippe" für den Nestbau, oder nisten sogar in verlassenen Aschenbechern.
Mit folgenden Hecken förderst du Vogelnachwuchs im Garten:
Nach einigen Untersuchungen war der Grund dafür auch schnell nachvollziehbar, denn das Nikotin und die Schwermetalle in der Zigarette stellen ein wirksames Pestizid dar.
Das nächste Aha-Erlebnis muss jetzt recht vorsichtig formuliert werden, denn man sollte es aufgrund dessen keinesfalls in Ordnung finden, seine Zigaretten willkürlich in die Umwelt zu pfeffern. Kontrollierte Experimente im Labor zeigten ganz klar, dass Jungvögel in den Zigaretten-Nestern deutlich gesünder waren, als jene ohne "Tschick" im Schlafzimmer. Dies heißt aber "nur", dass Parasitenbefall in der Vogelaufzucht eine große Rolle spielt.
Allerdings gilt das nur bei wenig akribischen Eltern-Vögeln. In Mexiko-City zerreißen Spatzen und Finken die Zigaretten nämlich in all ihre Einzelteile und verteilen die Fasern in den Nestern. Hier kommt es durch die erhöhte Nikotinbelastung durchaus auch zu genetischen Defekten, doch langfristige Auswirkungen wird man erst noch feststellen müssen.