Tierischer Frühling

So kannst auch DU eine Vogelhochzeit unterstützen

"Fideralala" - Bereits im März finden sich Vogelpärchen zur Hochzeit zusammen, um ein gemeinsames Heim mit Leben zu füllen. So wirst du "Trauzeuge".
06.03.2026, 12:18
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Frühlingszeit ist Brutzeit für unsere geliebten Vögel. Wer sie bereits im Winter mit köstlichem Futter unterstützt hat, kann seine Vogelliebe auch gerne noch bei der Hochzeit beweisen, indem er sogenannten "Nischenbrütern" wie dem Grauschnäpper und der Kohlmeise ein perfektes Heim bastelt. Gar nicht schwer und tierschutzfreundlich, zeigt der Naturschutzbund genau wie solche Nisthilfen aussehen sollen.

Fast keine natürlichen "Höhlen" mehr

Wir wissen schon, was jetzt kommt: "Schaffen das die Vögel denn nicht alleine?" fragen sich bestimmt viele und die Antwort lautet: leider nicht immer!

Viele der typischen Gartenvögel wie Kohl- und Blaumeise sind auf kleine Höhlungen als Nistplatz angewiesen. Bedauerlicherweise sind heutzutage alte, höhlenreiche Bäume oft Mangelware und sollten deshalb so weit wie möglich erhalten werden. Wo sie fehlen, kann man als Alternative Nisthilfen anbieten. Auch die Bachstelze, Grauschnäpper und den Hausrotschwanz kann man mit solchen Halbhöhlen-Kästen fördern und im eigenen Garten halten.

HIER finden sich verschiedenste Bauanleitungen für diverse Nisthilfen.

Wichtige Information

Beim Bau und dem Anbringen der Nistkästen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten: Die Wahl des richtigen Baumaterials sowie die Maße des Nistkastens sind wichtig: Generell ist zum Nistkastenbau unbehandeltes und sägeraues Holz mit ca. zwei Zentimeter Stärke empfehlenswert.

Zu kleine Nisthilfen bieten keinen optimalen Schutz vor Beutegreifern und können zudem die Jungenaufzucht durch Platzmangel beeinträchtigen. Auch die Größe des Einfluglochs spielt eine wichtige Rolle: So benötigt die Kohlmeise eine Einflugweite von 32 mm, die kleinere Blaumeise passt auch durch ein 28 mm großes Einflugloch, kann aber auch Kästen mit größeren Einflugweiten nutzen.

Die hübsche Einzimmerwohnung ist gar keine große Hexerei!
©Rudolf Weimann

Der perfekte Platz

Die neue "Einzimmerwohnung" für die gefiederten Bewohner sollte – vor Regen und Wind geschützt – in etwa zwei bis drei Metern Höhe angebracht werden.

- Ruhige, möglichst katzen- und mardersichere Standorte, zum Beispiel an einer Hausmauer, sind am besten geeignet.

- Zur Befestigung an Bäumen eignen sich Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die die Rinde nicht beschädigen.

- Einen freien Anflug lieben fast alle Vogelarten, deshalb sollten die Nistkästen nicht im Dickicht oder in dicht verzweigten Bäumen angebracht werden.

- Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein.

- Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben gestrichen werden.

Nisthilfen von gleicher Bauart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden, dadurch ist eine friedliche und stressfreie Nachbarschaft gewährleistet. Eine Ausnahme stellen Koloniebrüter wie die geselligen Feld- und Haussperlinge dar, denn diese lieben das Leben in einem großen Familienverbund. Mehrere Nistkästen für Höhlenbrüter, im Reihenhaus-Stil nebeneinander angebracht, wissen sie daher besonders zu schätzen.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 06.03.2026, 12:18
Jetzt E-Paper lesen