Gute Nachrichten für die im Nahen Osten gestrandeten Österreicher: "In diesen Minuten fliegt die erste Maschine von Maskat im Oman nach Wien", verkündete Außenministerin Beate Meinl-Reisinger nach der Sitzung des Bundeskrisensicherheitskabinetts am Mittwoch im Bundeskanzleramt in Wien.
Neu ist, dass nun auch weitere konkrete Evakuierungsflüge feststehen. Laut der Außenministerin wird die AUA am Donnerstag um 16:40 aus Maskat im Oman mit 180 Österreichern an Bord Richtung Wien abheben. Um 18:05 Uhr startet eine weitere Maschine in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad mit 300 Sitzplätzen.
„Ich möchte betonen, dass Österreich eines der ersten Länder ist, das Staatsbürger aktiv ausfliegt“Beate Meinl-ReisingerDoorstep nach dem Ministerrat am Mittwoch
Darüber hinaus appellierte Meinl-Reisinger an alle Österreicher mit Flugtickets, sich umgehend mit den Fluglinien bzw. Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen, da der Luftraum in der Region nun immer wieder temporär geöffnet werde und auch aus Dubai gelegentlich Flieger abheben. "Wenn Sie ein Ticket haben, sollten sie diese Möglichkeit unbedingt in Anspruch nehmen", so die Außenministerin.
Aktuell sind laut Außenministerium 17.932 Österreicher in der Region registriert, darunter 2.267 Reisende, von denen wiederum 1.394 in den Vereinigten Arabischen Emiraten festsitzen. "Ja, das sind 212 weniger als gestern", zeigte sich Meinl-Reisinger erfreut über die positive Entwicklung.
Sollte jemand keine Rückreisemöglichkeit haben, werde man "selbstverständlich weiterhin untersützen", versicherte die Ministerin. Es werden auch in den kommenden Tage Busse organisiert, die Österreicher aus Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Riad (Saudi-Arabien) und Maskat (Oman) bringen würden, wo die Flughäfen in Betrieb sind. Auch aus Doha (Katar) werden Busse nach Riad organisiert.
Um einen Platz in einem der Busse zu erhalten muss man freilich Kontakt zur österreichischen Botschaft vor Ort oder mit dem Außenministerium (BMEIA) aufnehmen. Dazu hat das BMEIA die Notfallnummer +43 1 90115 4411 eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist. Außerdem wurde eine Liste mit den Telefonnummern der österreichischen Botschaften in der Region veröffentlicht.
Ausreise aus Nahost – Erreichbarkeiten der Botschaften:
Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765
Die österreichische Außenministerin habe am Mittwoch Kontakt mit Vertretern Israels, Irans und der USA aufgenommen, mit der Bitte zu einer 48-stündigen Feuerpause, um alle gestrandeten Urlauber aus der Region in Sicherheit bringen zu können, wie sie nach der Sitzung erzählte.
Nach den Wortmeldungen zur Presse ging es für die Regierungsspitze gleich mit der nächsten Sitzung weiter. Um 12 Uhr trat im Bundeskanzleramt der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Dem sicherheitspolitischen Beratungsgremium der Regierung gehören neben Kanzler, Vizekanzler, Außen-, Verteidigungs-, Innen- und Justizminister (bzw. von diesen entsandte Vertreter) auch jeweils zwei Vertreter der im Nationalrat vertretenen Parteien an sowie der Chef des Generalstabs, der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit und der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz.