Zwischen März und August, also genau während der Brutzeit, kommt es immer wieder zu Schäden an Wärmedämmverbundsystemen. Vor allem Spechte machen sich dabei bemerkbar: Sie hacken Löcher in die Fassade, weil sie das Material für morsches Holz halten. Besonders betroffen sind Hausbesitzer in ganz Österreich, aber vor allem in Städten, wo es für die Vögel kaum natürliche Nistplätze gibt.
Durch die Löcher kann in weiterer Folge Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen, die Isolierung lässt nach, Energie geht verloren und es kann zu weiteren Schäden an der Bausubstanz kommen.
„Schon kleine Öffnungen können rasch große Schäden verursachen. Gerade in der Brutzeit steigt die Gefahr an Wildtierschäden“Andreas GruberSchaden-Unfall-Vorstand, Helvetia Österreich
Fachleute raten, die Fassade vor allem im Frühling und Sommer regelmäßig zu kontrollieren. Wenn du Löcher oder andere Auffälligkeiten entdeckst, solltest du rasch reagieren. "Je früher Schäden erkannt werden, desto geringer sind in der Regel die Folgekosten", betont Andreas Gruber. Wichtig ist, beschädigte Stellen erst dann dauerhaft zu verschließen, wenn sie nicht mehr von Tieren benutzt werden. Eine fachgerechte Sanierung ist entscheidend, damit keine Feuchtigkeit in die Dämmung dringt und die Bausubstanz langfristig geschützt bleibt.
Streng geschützt!
Spechte dürfen weder gefangen, getötet oder ihre Nester zerstört werden - lediglich tierschutzfreundliche Vergrämungsmaßnahmen darf man vornehmen. Spechte mögen beispielsweise Windspiele nicht, oder auch selbstgebastelte "Mobiles" aus alten CD's, die Licht reflektieren. Auch Raubvogel-Attrappen wie vom Uhu können helfen.
Aber Achtung: Spechte sind klug und merken schnell, ob wirklich für sie Gefahr besteht, weshalb man immer wieder die Vergrämungsmaßnahme wechseln sollte.
Doch nicht nur Spechte sind ein Problem: Auch andere Wildtiere wie Marder können für Ärger sorgen. Sie nutzen Dach- und Fassadenbereiche, besonders zwischen März und August, als geschützte Plätze für die Paarung und Aufzucht ihrer Jungen. Dabei beschädigen sie Dämmmaterialien und Abdichtungen, hinterlassen Verschmutzungen und sorgen für Wärmeverluste sowie Feuchtigkeitsschäden. Wenn Leitungen angenagt werden, kann das sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.