Der anhaltende Frost, dichte Schneedecken, Eis und Wind setzt selbst den robusten Vögeln ordentlich zu. Meisen, Amseln, Rotkehlchen oder auch Spatzen bleiben uns schließlich auch im Winter treu und geraten bei solchen Kälteperioden rasch an die körperlichen Grenzen. Tierschutz Austria hat hier alle Tipps für deinen kleinen Beitrag zum Arten- und Vogelschutz.
„Wenn natürliche Nahrungsquellen durch Frost und Schnee kaum mehr verfügbar sind, kann Fütterung über Leben und Tod entscheiden“Leona FuxBiologin und Artenschutzexpertin, Tierschutz Austria
Laut den Experten seien drei Dinge wichtig, um den Vögeln tatsächlich über die Frostperiode zu helfen: Verlässlichkeit, Hygiene und artgerechtes Futter. Wer einmal füttert, sollte es bis zum Frühling tun - oder zumindest bis es wieder taut und wärmer wird - denn auch Vögel sind Gewohnheitstiere und verlassen sich auf unsere Hilfe. Wenn die gewohnte Nahrungsquelle plötzlich ausbleibt, braucht der Vogel noch mehr Energie für Suche nach einer Alternative.
Mit dem Wiederauftreten natürlicher Nahrung im Frühjahr kann die Fütterung schrittweise reduziert werden aber ein abruptes Ende kann für geschwächte Tiere fatale Folgen haben, wenn es erneut zu Kälteeinbrüchen kommt
Unsachgemäße Fütterung kann mehr schaden als helfen. Offene Futterplätze, auf denen Vögel im Futter sitzen, begünstigen die Übertragung von Krankheiten, weshalb sich geschlossene Futterspender wie Silohäuschen oder Futtersäulen empfehlen. Dort bleibt das Futter sauber und trocken.
Auch bodennahe Futterstellen für Arten wie Amseln oder Rotkehlchen sind möglich – sie müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden. Feuchtes oder verschimmeltes Futter ist hochgefährlich und konsequent zu entsorgen.
Artgerechte Winterfütterung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen der Vögel. Geeignet sind unter anderem:
Folgende Hecken sind ein Muss in jedem Garten:
Winterfütterung kann helfen – sie ersetzt jedoch keinen nachhaltigen Vogelschutz. Langfristig brauchen Vögel naturnahe Gärten, heimische Sträucher, Wildpflanzen und Rückzugsräume, um das ganze Jahr über ausreichend Nahrung zu finden. Strukturreiche Lebensräume sind die Grundlage dafür, dass Populationen stabil bleiben.