Tierische Rettung

Pferde standen ohne Tageslicht knöcheltief im Kot

Die Pferdeklappe Reutte musste Anfang März drei ganz besonders arme Schützlinge aufnehmen: Bei drei Stuten war es kurz vor knapp.
27.03.2026, 12:20
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Seit Anfang März haben sich drei ganz besondere Stuten in der Pferdeklappe von Reutte eingefunden. Sie mussten vom Veterinäramt Ulm aus einem buchstäblichen Horror-Stall beschlagnahmt werden, wo sie knöcheltief ohne Tageslicht im eigenen Kot und Urin standen.

Chance auf Neuanfang

Die Mädchen "Merida", "Twilight" und "Lillifee" sind noch mittendrin in einer medizinisch notwendigen Behandlung, denn sie leiden alle unter einem aggressiven Hautpilz, sind viel zu dünn und haben auch starken Mineralmangel und kaputte Hufe.

Sie mussten buchstäblich auf einem privaten Hof im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) vor sich hin vegetieren, bis sie von den Behörden von ihrem grausamen Schicksal erlöst wurden. Merida, Twilight und Lillifee lebten ohne Einstreu im eigenen Kot stehend, ohne frische Luft und ohne jegliches Tageslicht. Sie waren sich völlig selbst überlassen, und die genaue Farbe war bei ihrer Ankunft in der Pferdeklappe nicht einmal mehr zu erkennen.

Lillifee (15-jähriger Württemberger)

Ob "Lillifee" je geritten werden kann?
©ÖTV

Sie zeigt deutliche Spuren der Vernachlässigung und bewegt sich sehr steif. Pferdeexpertin Nicole Mayrhofer sagt ganz deutlich: "Sie geht wie ein Storch im Salat. Ihre Sehkraft ist auf einem Auge eingeschränkt." Eine Narbe am Sprunggelenk sowie eine Fehlstellung der Hufe.

Twilight (20-jähriges KWPN-Warmblut)

"Twilight" ist die älteste Stute der dreien.
©ÖTV

Die älteste der drei Stuten braucht dringend eine Zahnbehandlung. Sie leidet an Mauke, ihre Beine sind geschädigt, zudem hat sie hinten links ein Überbein. "Trotz ihres Zustands zeigt sie großen Lebenswillen", betont Nicole Mayrhofer.

Merida (10-jähriges Ungarisches Warmblut)

Nach dem ersten Waschgan kam ein hübsches, wenn auch sehr vernachlässigtes Tier bei "Merida" zum Vorschein.
©ÖTV

Die Jüngste des Trios ist sehr nervös und misstrauisch gegenüber Menschen. Hofleiterin Mayrhofer: "Für die notwendige Hufpflege muss sie sediert werden." Zusätzlich hat sie einen schmerzhaften Abszess an der Brust.

Kein einziger Impfschutz

Nicht einmal gegen Tetanus und Influenza wurden die Tiere geimpft, weshalb jetzt im Pferdestall höchster Alarm gilt und die Stuten schnellstmöglich in allen Richtungen medizinisch behandelt werden müssen. Auch zunehmen müssen sie durch hochwertiges Heu und spezielle Zusätze.

„Trotz ihrer traumatischen  und leidvollen Vergangenheit zeigen die drei Stuten erste Zeichen von Vertrauen. Jedes gerettete Pferd zählt“

Die Versorgung von Pferden aus solchen Notlagen ist jedoch aufwendig und kostenintensiv. Der Österreichische Tierschutzverein bittet daher dringend um Spenden, damit Merida, Twilight und Lillifee eine echte Chance auf ein würdevolles Leben bekommen.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 27.03.2026, 12:20
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