Bereits seit 10 Jahren gibt es den internationalen Tag für das "Ende der Fischerei" wo etwa 220 Fischschutzaktionen in 31 Ländern weltweit durchgeführt werden. Auch der Verein gegen Tierschutzfabriken (VGT) lässt sich natürlich keine Aktion für den Tierschutz entgehen und steht am Stephansplatz in Wien, um Menschen darüber aufzuklären, dass auch Fische Leid empfinden.
Am 26. März gab es dunkelblaue Transparente im ersten Bezirk, wo man sehr visuell erfährt, dass Fische eben stumm leiden müssen, es aber dennoch im ganz großen Stil tun. Keine einzige Methode der modernen Fischerei tötet die Wasserbewohner ohne Qual und Schmerzen, weshalb es am besten wäre, die Meere ganz in Ruhe zu lassen.
„Der Welttag für das Ende der Fischerei ist eine gute Gelegenheit, um auf die Tierquälerei, zu der es bei ALLEN Fischereimethoden kommt, hinzuweisen. Die wenigsten Menschen wissen, dass Fischerei Qualen und Leiden für die betroffenen Fische bedeutet.“Mag. Erich SchacherlVGT Kampagnenteam
"Zirka 350.000 Österreicher holen regelmäßig mit Angeln Fische aus dem Wasser. Angelfischerei ist ein Hobby, bei dem Fische verwundet, verletzt, schwer gestresst und viele auch getötet werden. Es hat den Anschein, als wäre den Anglern gar nicht bewusst, dass Angeln tierquälerisch ist.“
Nichts für schwache Nerven: Soko Tierschutz hat die Qualen der Hochseefischerei aufgedeckt - klick dich durch:
Mit Angeln zu fischen ist gesetzlich erlaubt. Neun Landesfischereigesetze regeln das. Die tierquälerischen Aspekte wie das Zufügen von Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwerer Angst, wie das Tierschutzgesetz Tierquälerei definiert, gelten laut den Landesfischereigesetzen nicht.
„Fischen dürfen bei der Angelfischerei Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst zugefügt werden. Nicht weil die Angelfischerei tierfreundlich, schonend oder ungefährlich wäre, sondern nur deshalb, weil die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes bei der Ausübung der Angelfischerei nicht gelten.“
Auch wenn wir selbst als Binnenstaat natürlich keine Fangnetze im Meer auswerfen, importieren wir natürlich Fische und Fischprodukte, die qualvoll aus dem Ozean gezerrt wurden. Mag. Erich Schacherl: " Die Meeresfischerei ist eine andere Fischereimethode als die Angelfischerei, aber sie ist nicht minder tierquälerisch".
Im Jahr 2024 waren es 81.326 Tonnen Fisch von denen "nur" 73.166 Tonnen gegessen wurden. Der statistisch berechnete Pro-Kopf-Verbrauch pro Einwohner lag 2024 bei acht Kilogramm Fisch.
Auch der VGT fordert ein Umdenken im Umgang mit Fischen und anderen Wassertieren. Mag. Erich Schacherl: "Es ist notwendig, dass wir Menschen unser Bild von Fischen und anderen Wassertieren grundlegend verändern. Die Wissenschaft hat bewiesen, dass Fische Schmerzen empfinden und leidensfähig sind. Obwohl das bekannt ist, werden Fische bei der Fischerei nach wie vor gequält".