Der Frühling hatte in diesem Jahr zunächst vielversprechend begonnen: milde Temperaturen, erste Blüten und sonnige Tage ließen viele Menschen bereits an Gartenarbeit und Aussaat denken. Doch zur Monatsmitte zeigt sich das Wetter vielerorts wieder wechselhaft – mit Wind, trüberen Tagen und teilweise sogar Minusgraden. Gerade diese Entwicklung erinnert an eine alte Bauernregel, die rund um den 17. März zum Tragen kommt.
Der 17. März gilt in vielen traditionellen Wetterweisheiten als sogenannter "Lostag". Solche Tage wurden früher genutzt, um aus dem aktuellen Wetter Rückschlüsse auf die kommenden Wochen zu ziehen. Der Termin ist dem Gedenktag der heiligen Gertrud von Nivelles gewidmet, die in manchen Überlieferungen sogar als "erste Gärtnerin" bezeichnet wird.
Mehrere Bauernregeln beziehen sich direkt auf diesen Tag. Eine besonders bekannte lautet:
„Ist Gertrud sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig.“
Andere Sprüche sind allerdings deutlich weniger optimistisch:
„Friert’s an Gertrud, der Winter noch vierzig Tage nicht ruht.“
Demnach könnte Frost oder Kälte am 17. März darauf hindeuten, dass sich die kalte Witterung noch mehrere Wochen hält – eine Aussicht, die vor allem Hobby-Gärtner nervös macht.
Viele Gartenfreunde beginnen im März mit der Vorbereitung ihrer Beete oder der Aussaat von Gemüse und Blumen. Wenn jedoch tatsächlich noch längere Kältephasen drohen, könnten empfindliche Pflanzen Schaden nehmen oder langsamer wachsen. Daher verfolgen manche Gärtner das Wetter rund um diesen Termin besonders aufmerksam.
Auch wenn Bauernregeln oft überraschend treffend wirken, gelten sie aus wissenschaftlicher Sicht nicht als zuverlässige Vorhersage. Die Sprüche entstanden über Jahrhunderte hinweg aus Beobachtungen von Wetter und Natur und wurden in Reimform weitergegeben. Sie spiegeln also Erfahrungswerte wider, ersetzen jedoch keine moderne meteorologische Prognose.