"Einem freundlichen März folgt ein freundlicher April." Diese uralte Bauernregel klingt für viele Menschen hierzulande vielversprechend. Doch laut Experten hat der alte Wetterspruch wenig mit der Realität zu tun.
Der Fall ist klar: "Diese Bauernregel stimmt so nicht", sagt Wetterexperte Jörg Riemann von der Wettermanufaktur zu myHomebook. Er hat alte Wetterdaten durchforstet und kommt zu einem klaren Ergebnis: "Ich habe in den Archiven nachgesehen, es gibt keinen Zusammenhang."
Ganz ausschließen will der Meteorologe einen Zusammenhang zwischen den Frühlingsmonaten aber nicht. "Wenn der März hingegen schlecht ist, also sonnenscheinarm und mit viel Regen, dann ist in vielen Fällen auch der April so", erklärt Riemann.
Der "Wetterfrosch" sieht darin sogar einen möglichen Vorteil für den Sommer. Wenn sowohl März als auch April sehr nass ausfallen, könne das später für stabileres Wetter sorgen. "Dann kann es im Mai einen Wetterumschwung geben und das schöne Wetter bleibt uns über den Sommer erhalten."
Für die kommenden Tage zeichnet sich in Österreich allerdings ein kleiner Dämpfer ab. Ab Dienstag wird der Hochdruckeinfluss im Ostalpenraum langsam schwächer. Zunächst bleibt es aber noch überwiegend sonnig und trocken.
Dienstagfrüh liegen die Temperaturen zwischen minus 3 und plus 5 Grad, am Tag sind bis zu 18 Grad möglich. Ab Mittwoch ziehen allerdings immer mehr Wolken auf, ehe am Donnerstag eine Störungszone durchzieht.
Ob die traditionellen Prophezeiungen nun exakt eintreffen oder nicht - die Bauernregeln sind faszinierende Beispiele für altes Wetterwissen. Die Prognosen rufen in Erinnerung, wie genau unsere Vorfahren ihre Umwelt beobachteten. Auch wenn die Wissenschaft skeptisch ist, bleibt der Bauernkalender ein interessantes, uraltes Wetter-Regelwerk.