Wintereinbruch in Österreich

Bauernregel verrät, wann der Winter wirklich endet

Österreich erlebt derzeit einen schneereichen Februar. Bewahrheiten sich damit alte Bauernregeln?
Heute Life
19.02.2026, 15:39
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Österreich versinkt derzeit in Schneemassen. Meteorologen melden für das ganze Land kräftige Schneefälle, gesperrte Straßen und angespannte Lawinensituationen. Während Einsatzkräfte im Dauereinsatz stehen und Wintersportorte über volle Pisten jubeln, erinnern sich viele an alte Bauernregeln, die seit Generationen überliefert werden.

Zwei davon stehen in diesen Tagen besonders im Fokus: "Wenn's im Februar nicht schneit, schneit's in der Osterzeit" und "Wenn der Februar warm uns macht, friert's im Mai noch bei der Nacht".

Schnee zur rechten Zeit?

Die erste Regel besagt, dass ein schneearmer Februar zu späten Schneefällen rund um Ostern führt. Heuer jedoch zeigt sich der Februar in weiten Teilen Österreichs von seiner tiefwinterlichen Seite. Meterhohe Neuschneemengen in alpinen Regionen sprechen eine deutliche Sprache.

Stimmen die alten Beobachtungen, dürfte den Feldern und jungen Pflanzen heuer zur frühlingshaften Osterzeit keine Gefahr mehr durch einen späten Schneefall drohen.

Warmer Februar, kalter Mai?

Die zweite Bauernregel warnt vor späten Nachtfrösten im Mai, wenn der Februar ungewöhnlich mild ausfällt. Angesichts der aktuellen Schneefälle wirkt auch diese Prognose heuer weniger wahrscheinlich – zumindest auf den ersten Blick. Doch Wetterexperten betonen, dass ein kalter Februar keineswegs ausschließt, dass es im Mai nochmals empfindlich kühl werden kann.

Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen wie Steiermark oder Oberösterreich sind späte Fröste gefürchtet. Wenn milde Frühlingstage von frostigen Nächten abgelöst werden, ist mit teils erheblichen Ernteausfällen zu rechnen.

Zwischen Volksweisheit und Klimawandel

Meteorologen verweisen jedoch immer wieder darauf, dass Bauernregeln zwar auf langfristigen Beobachtungen beruhen, jedoch keine präzisen Wetterprognosen darstellen. Dennoch spiegeln sie typische Wetterlagen wider und gewinnen im Zeitalter des Klimawandels sogar eine neue Dimension: Ein stabiler Hochdruckeinfluss im Februar kann tatsächlich spätere Kaltlufteinbrüche im Frühjahr begünstigen. Zudem sind die Winter in Österreich im langjährigen Trend milder geworden, Schneefälle in tieferen Lagen seltener. Dass es nun vielerorts kräftig schneit, wird von manchen als "Rückkehr des echten Winters" empfunden.

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