Meteorologin spricht Klartext

Schnee-Hammer wird noch schlimmer als bekannt

Wie schlimm wird der Wintereinbruch in Wien? Wie viel Schnee kommt wirklich? "Heute" hat bei UBIMET-Meteorologin Spengler nachgefragt.
Wetter Heute
19.02.2026, 12:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Warnkarte schaut dramatisch aus: Fast für ganz Österreich wurde eine Schneewarnung ausgerufen. Für den Großteil Niederösterreichs, Burgenlands, Tirols, Vorarlbergs und für das gesamte Wiener Stadtgebiet gilt Warnstufe Rot, im Raum Wiener Neustadt sogar die allerhöchste Warnstufe Violett.

Es trifft diesmal also nicht nur höhere Lagen, sondern auch die Wiener City. "Nach den morgendlichen Anzuckerungen und dem Geflöckel im Tagesverlauf ist dann spätestens am Abend in der Stadt mit kräftigem Schneefall zu rechnen, welcher sich bis in den Freitagvormittag fortsetzt", erklärt UBIMET-Meteorologin Jessica Spengler gegenüber "Heute".

Bis zu 25 cm möglich

"Nach aktuellem Stand kommen zwischen 15 und 20 cm zusammen. Wobei im Westen in Richtung Wienerwald auch 25 cm möglich sind." Im Wienerwald selbst sowie in der Buckligen Welt sind sogar rund 30 Zentimeter möglich, lokal auch noch etwas mehr.

Genau deshalb sollte man besonders im Straßenverkehr sowohl am Abend als auch in der Früh aufpassen. Aufgrund der geschlossenen Schneedecke ist mit eingeschränkter Sicht und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. "Andererseits besteht in der Nähe von Gebäuden die Gefahr von Dachlawinen, zudem können Äste unter der Last des Schnees abbrechen", so die uwz.at-Expertin.

Von Rekordschneemengen sei man zwar noch entfernt, dennoch sind derartige Neuschneemengen keine Alltäglichkeit. Grund dafür ist ein Italientief, an dessen niederschlagsintensiven Nordrand wir uns befinden. In Kombination mit kühlen Luftmassen aus Norden steht uns somit ein kurzer, aber markanter Wintereinbruch bevor.

Die Schneewarnungen für Donnerstag und Freitag.
uwz.at

Die weitere Prognose

Schon zu Beginn der neuen Woche dreht die Strömung auf West und somit klopft der Vorfrühling an. Am Samstag regnet es an der Alpennordseite zeitweise, die Schneefallgrenze steigt in der Westhälfte auf über 1.000 m an. Im Osten sowie in Osttirol und Oberkärnten ziehen ab Mittag Schauer durch, dort fällt bis auf etwa 600 m Schnee. Trocken und zeitweise sonnig bleibt es am ehesten vom Klagenfurter Becken bis ins Südburgenland. Im Osten weht mäßiger Südostwind, nördlich der Alpen frischt lebhafter Südwestwind auf. Die Höchstwerte liegen von Ost nach West zwischen 1 und 10 Grad.

Der Sonntag bringt im Bergland und im Osten dichte Wolken, dazu fällt an der Alpennordseite zeitweise etwas Regen. Im Osten ziehen ein paar Schauer durch, zwischendurch sind aber auch trockene Abschnitte zu erwarten. Im Südosten verläuft der Tag hingegen trocken und sonnig aufgelockert. Der Wind weht lebhaft, im Donauraum kräftig aus West, mit diesem steigen die Höchstwerte auf 5 bis 14 Grad an.

An der Alpennordseite dominieren am Montag zunächst viele Wolken, im weiteren Verlauf setzt von Norden her Regen ein und breitet sich rasch aus. Südlich der Alpen bleibt es hingegen meist trocken, dort lockert es zeitweise auf und die Sonne zeigt sich gelegentlich. Im Norden weht mäßiger bis lebhafter Westwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 12 Grad und damit auf einem für die Jahreszeit milden Niveau.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.02.2026, 12:30
Jetzt E-Paper lesen