Polar-Peitsche trifft uns hart

Schnee und Glatteis – das kommt jetzt auf Österreich zu

Minusgrade bis fast –30 °C und Schneefall bis ins Flachland. Mit einströmender Polarluft wird es jetzt bitterkalt. Hier alle Updates im Live-Ticker.
09.01.2026, 14:00
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Österreich steht vor einem markanten Wetterumschwung. Erst rauscht das Sturmtief Elli von Westen heran, danach strömt polare Kaltluft ins Land. Diese bringt Schnee bis in tiefe Lagen, eisige Nächte und teils gefährliche Straßenverhältnisse. Im Live-Ticker halten wir dich rund um die Uhr auf dem neuesten Stand:

14.20 Uhr: Deshalb müffelt jetzt deine Wäsche

Bei Minusgraden verdunstet Feuchtigkeit deutlich langsamer: Wird Wäsche in kalten Räumen oder bei geschlossenen Fenstern getrocknet, bleibt sie oft stunden- oder tagelang feucht. Genau das ist problematisch: Bleibt die Kleidung zu lange nass, haben Bakterien und Keime leichtes Spiel – und der typische Muffgeruch entsteht.

12.10 Uhr: Kälte killt sogar deine Zimmerpflanzen

Eisige Temperaturen wirken auf Zimmerpflanzen schneller und härter, als wir denken. Viele glauben, Zimmerpflanzen sind im Warmen sicher, doch genau hier beginnt das Problem: Kalte Fensterflächen, Zugluft beim Lüften oder ungeheizte Räume sorgen dafür, dass Pflanzen plötzlich Temperaturen ausgesetzt sind, die sie nicht vertragen.

Besonders kritisch: Fensterbänke. Dort kann es in Frostnächten deutlich kälter sein als im restlichen Raum – oft nahe am Gefrierpunkt.

11.44 Uhr: Wetter-Chef warnt alle

Der Winter hat nicht nur Österreich, sondern ganz Mitteleuropa fest im Griff. Am Freitag schneite es in einigen Teilen des Landes, auch in Wien. Die Österreichische Unwetterzentrale sprach Warnungen für fast alle Bundesländer aus.

Am Vormittag schneit es vor allem in den Nordalpen und im östlichen Flachland, wo ebenfalls ein paar Zentimeter Schnee zusammenkommen. Im Laufe der zweiten Tageshälfte verlagert sich der Schwerpunkt dann auf die Regionen von den Tauern bis nach Unterkärnten, wo wir über Nacht einige Zentimeter Neuschnee erwarten.

10.45 Uhr: Kälte – das passiert mit Mensch, Tier und Technik

Wenn die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad sinken, gerät der Alltag aus dem Gleichgewicht. Körper, Tiere und Technik reagieren empfindlich.

Für den Menschen bedeutet extreme Kälte vor allem Stress. Der Körper versucht mit aller Kraft, seine Kerntemperatur stabil zu halten. Blutgefäße in Haut und Gliedmaßen ziehen sich zusammen, um Wärmeverluste zu minimieren.

Gleichzeitig steigt der Energiebedarf, da der Körper mehr Kalorien verbrennt, um Wärme zu erzeugen. Schon kurze Aufenthalte im Freien können bei unzureichendem Schutz gefährlich werden. Auch Tiere geraten bei minus 20 Grad an ihre Grenzen. Hier weiterlesen:

Freitag, 8.15 Uhr: Wetter-Chaos in Österreich – jetzt ROTE Warnungen

Die Kälte hat Österreich fest im Griff. Nun sorgt ein Sturmtief namens Elli für Glatteis- und Schneewarnungen in weiten Teilen des Landes.

Donnerstag, 23.03 Uhr: In diesen Regionen besser "nicht auf die Straße gehen"

In der Nacht auf Freitag erreicht das Sturmtief Elli von Westen Österreich. Es räumt die Kaltluft vor allem in der Höhe schrittweise aus. Für uns am Boden hat das Folgen: Gebietsweise kommt es zu Schneefall und gefrierendem Regen.

Die aktuelle Unwetterwarnkarte.
UWZ

In mehreren Bezirken Österreichs haben die Meteorologen der Unwetterzentrale UWZ deshalb bereits am Nachmittag Warnstufe Rot ausgegeben.

Die Menschen in den betroffenen Regionen sollten vorsichtig sein, warnen die Meteorologen. Die möglichen Auswirkungen, die von Wetterlage zu Wetterlage variieren, können dramatisch ausfallen. Als Schutzmaßnahme empfehlen sie: "Gehe nach Möglichkeit nicht auf die Straße. Fahre nicht mit dem Auto, solange die Straßen glatt sind."

21.21 Uhr: Muss man bei Kälte wirklich häufiger aufs Klo?

Wenn die Temperaturen sinken, berichten viele Menschen von einem überraschenden Phänomen: Sie müssen deutlich häufiger auf die Toilette. Doch handelt es sich dabei nur um Einbildung – oder steckt tatsächlich ein biologischer Mechanismus dahinter?

Ein erhöhter Harndrang im Winter ist nichts Ungewöhnliches.
iStock

Die Antwort der Medizin ist eindeutig: Ja, Kälte kann den Harndrang verstärken. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Kältediurese.

19.45 Uhr: So schützt du jetzt Auto, Wasserleitung und Heizung

Sinkende Temperaturen bringen nicht nur klirrende Kälte, sondern auch teure Schäden. Auto, Wasserleitungen und Heizungen sind besonders gefährdet.

Besonders das Auto leidet unter eisiger Kälte. Die Batterie verliert bei Minusgraden deutlich an Leistung, Motoröl wird zähflüssiger und Scheibenwaschanlagen können einfrieren. Wer sein Fahrzeug regelmäßig nutzt, sollte auch auf ausreichend Frostschutz achten.

Ebenso gefährdet sind Wasserleitungen, vor allem in unbeheizten Räumen wie Kellern, Garagen oder Gartenhäusern. Gefriert Wasser in den Rohren, dehnt es sich aus – und das kann zu Rissen oder sogar Rohrbrüchen führen. Wer längere Zeit abwesend ist, sollte die Heizung keinesfalls komplett ausschalten, sondern auf Frostschutzbetrieb stellen.

18.40 Uhr: "Elli" macht jetzt diese Regionen weiß

In der Nacht auf Freitag geht der Schneefall in Oberösterreich, im Flachgau und im Inn- und Ennstal stellenweise in Regen über. Dabei besteht erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Zwischen dem Waldviertel und dem Mariazellerland fallen einige Zentimeter Neuschnee. Dazu frischt am Bodensee und im Außerfern in Böen stürmischer Südwestwind auf.

Starker Schneefall erreicht Österreich.
iStock (Archivbild)

Am Freitag schneit es an der Alpennordseite und im Nordosten zunächst häufig, im Westen fällt unterhalb von 1200 bis 1400 m Regen. Auch weiter östlich, etwa vom Innviertel bis in die Südoststeiermark mischt sich zu dem Schneefall vorübergehend auch Regen dazu, dort besteht auf den gefrorenen Böden Glatteisgefahr!

Ab dem Mittag setzt dann im zentralen Bergland teils kräftiger Schneefall bis in die Täler ein. Dieser verlagert sich unter Abschwächung in den Süden.

17.50 Uhr: Warum es jetzt "lange" sehr kalt bleibt

Der 8. Jänner steht im Zeichen des heiligen Severin – und einer alten Bauernregel, die bis heute als Wetterorakel gilt. In einer Zeit ohne Wetter-Apps und Satelliten war dieser Tag ein wichtiger Orientierungspunkt für Bauern, um Rückschlüsse auf den weiteren Winterverlauf zu ziehen.

Einer alten Bauernregel zufolge bleibt es jetzt lange kalt.
IMAGO/Christian Ohde

Zur Bauernregel zum Tag des Severin gibt es viele Formulierungen, eine der bekanntesten Überlieferungen: "Wenn es dem Severin gefällt, bringt er mit die große Kält'." Mancherorts heißt es auch: "Ist's am Severin klar und rein, wird der Winter lange sein."

Damit ist klar, ist es am 8. Jänner sonnig und kalt, droht ein langer, strenger Winter. Trübes, mildes Wetter hingegen galt als Zeichen dafür, dass die kalte Jahreszeit bald an Kraft verliert.

17.35 Uhr: Sturmtief Elli zieht auf

In der Nacht auf Freitag zieht das Sturmtief Elli von Westen auf und räumt die Kaltluft vor allem in der Höhe schrittweise aus. Dabei kann es gebietsweise zu Schneefall und gefrierendem Regen kommen.

Am Freitag erreicht dann die Kaltfront des Tiefs die Alpen und nachfolgend auch der abgeschwächte Tiefkern die Alpen. An deren Rückseite erreicht von Norden her der nächste Schwall polarer Kaltluft das Land und in den Nächten stellt sich häufig strenger Frost ein.

16.50 Uhr: Auch Balkan versinkt in Schnee und Regen

Der Balkan wird derzeit von einem Unwetter-Chaos heimgesucht. Heftige Schnee- und Regenfälle haben in Albanien sogar ein Todesopfer gefordert.

Die Polizei gab am Donnerstag bekannt, dass ein 54-jähriger Mann in der Hafenstadt Durres von den Wassermassen mitgerissen wurde. Am Stadtrand mussten zudem rund 500 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen, weil ein Fluss über die Ufer getreten ist.

Ganze Städte wie Durres wurden am Balkan geflutet.
REUTERS

Auch in anderen Ländern am Balkan haben die anhaltenden Schnee- und Regenfälle Überschwemmungen verursacht. So kam es auch in Serbien, im Kosovo, in Nordmazedonien und Montenegro zu Evakuierungen. In manchen Städten im Westen Serbiens gibt es nach einem Schneesturm vor einigen Tagen immer noch keinen Strom.

16.12 Uhr: Hier gilt Warnstufe Rot

In mehreren Bezirken Österreichs haben die Meteorologen der Unwetterzentrale UWZ Warnstufe Rot ausgegeben. Im Salzburger Pongau und Lungau sowie der angrenzenden Steiermark wird vor Schneefällen ab den Abendstunden gewarnt.

Die aktuelle Unwetterwarnkarte.
UWZ

Im Flachgau, der Stadt Salzburg und dem Westen Oberösterreichs droht hingegen gefrierender Regen. Ebenso angespannt ist die Lage in den umliegenden Alpenregionen und rund um den Arlberg.

15.58 Uhr: Schnee-Crash! Bus reißt riesiges Loch in Haus

Bittere Folge des anhaltenden Winterwetters: Ein Linienbus ist am Samstag im Salzkammergut gegen ein Wohnhaus gekracht.

Auf der schneebedeckten Fahrbahn verlor ein Busfahrer um kurz nach 7 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Linienbus rutschte talwärts und krachte in ein Gebäude – laut Feuerwehr eine Werkstatt, kein Wohnraum.

Fünf Personen waren zum Zeitpunkt des Unfalls im Bus, laut Feuerwehr auch Schulkinder. Zwei von ihnen wurden unbestimmten Grades verletzt und zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht.

13.55 Uhr – Fast 30 Minusgrade im "Sibirien Österreichs"

Ganz schön eisig war’s in den letzten 24 Stunden in Oberösterreich: In Liebenau-Gugu im Bezirk Freistadt im Mühlviertel hat das Thermometer am Donnerstag in der Früh wieder einen neuen Rekord aufgestellt.

Minus 27,9 Grad hat das Thermometer der offiziellen Wetterstation angezeigt. Damit geht es langsam in Richtung Minus 30 Grad! Damit war das kleine Örtchen der kälteste Fleck in ganz Österreich.

Schon am Montag hat Liebenau-Gugu mit minus 25,7 Grad ordentlich vorgelegt. Doch der absolute Kälterekord in Oberösterreich stammt aus dem Jahr 1985. Damals wurden in Aspach im Bezirk Braunau laut Aufzeichnungen der GeoSphere Austria unglaubliche minus 33,2 Grad gemessen.

13.30 Uhr – Warnstufe ROT in Österreich

Von Donnerstagnacht bis Freitagvormittag ist mäßiger gefrierender Regen oder Schneeregen zu erwarten. Dabei besteht erhöhte Glatteisgefahr", teilen die Wetter-Experten von UBIMET mit.

Für mehrere Bundesländer wurde die rote Warnstufe ausgegeben – davon betroffen sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Es wird vor starkem Schneefall und gefrierendem Regen gewarnt.

Die Meteorologen raten allen Betroffenen: "Gehe nach Möglichkeit nicht auf die Straße. Und fahre nicht mit dem Auto, solange die Straßen glatt sind."

Auch Wien darf sich in den nächsten Tagen stellenweise über Schnee freuen.
IMAGO/Pond5 Images (Archivbild)

12.48 Uhr – Schnee kommt bis nach Wien

"Am Donnerstagnachmittag setzt vor allem im Westen Schnee ein, der sich in der Nacht allmählich entlang der Alpennordseite nach Osten ausbreitet", sagt UBIMET-Meteorologin Isabella Winterer zu "Heute".

In Oberösterreich geht der Schnee in der Nacht auf Freitag in Regen bzw. gefrierenden Regen über. Am Freitagvormittag erreicht der Schneefall auch Wien, die Mengen bleiben dabei gering bei um 2 cm Neuschnee. Bis Mittag verlagert sich der Schnee- bzw. Regenschwerpunkt nach Süden und Südosten, während es im Norden allmählich abtrocknet.

06.45 Uhr: Winter-Walze im Anmarsch

Den Norden des Landes streift am Donnerstag die Okklusion eines Tiefs bei Island. In der Nacht auf Freitag zieht das Sturmtief "Elli" von Westen auf und räumt die Kaltluft vor allem in der Höhe schrittweise aus. Dabei kann es gebietsweise zu Schneefall und gefrierendem Regen kommen.

Der Donnerstag beginnt an der Alpennordseite regional mit etwas Schneefall, welcher am Vormittag von Westen her vorübergehend abklingt. Die Sonne zeigt sich hier kaum. Am Nachmittag breitet sich im Westen neuerlich Schneefall aus. Dieser verstärkt sich gegen Abend, geht aber in Vorarlberg in der Folge unterhalb von 1.000 Meter in Regen über.

Im Osten scheint am Vormittag noch die Sonne, längere Zeit sonnig bleibt es im Süden. Der Westwind weht mäßig bis lebhaft, mit -4 bis +1 Grad zeichnet sich eine langsame Milderung ab.

{title && {title} } red,rcp, {title && {title} } Akt. 09.01.2026, 16:11, 08.01.2026, 15:58
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