Viele Frauen merken es jedes Jahr aufs Neue: Sobald es draußen kalt wird, fühlt sich die Periode plötzlich unangenehmer an. Regelschmerzen können im Winter tatsächlich stärker wahrgenommen werden – nicht, weil der Zyklus "anders" läuft, sondern weil Kälte, Stress und Winter-Gewohnheiten den Körper zusätzlich belasten.
Die Menstruation ist die monatliche vaginale Blutung, die auftritt, wenn der Körper die Gebärmutterschleimhaut ablöst. Zellen in der Gebärmutterschleimhaut setzen chemische Stoffe, sogenannte Prostaglandine, frei, die bewirken, dass sich die Blutgefäße und Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen und die Schleimhaut ablöst. Das verursacht die Schmerzen. Eine schmerzhafte Periode wird medizinisch als Dysmenorrhoe bezeichnet.
5 Gründe – Warum sich Regelkrämpfe im Winter tendenziell verschlimmern
1
Gefäßverengung durch Kälte
Die Einwirkung niedriger Temperaturen führt zu einer Verengung der Blutgefäße, einschließlich derjenigen, die die Gebärmutter versorgen. Diese verminderte Durchblutung und Sauerstoffversorgung kann zu stärkeren, länger anhaltenden Krämpfen führen. Wärme hingegen hilft den Muskeln, sich zu entspannen und Beschwerden zu lindern.
2
Kälte lässt Muskeln verkrampfen
Wenn du frierst, spannt sich dein Körper automatisch an – auch im Becken- und Bauchbereich. Diese Grundspannung kann Krämpfe verstärken.
3
Saisonale Hormonschwankungen
Der Wechsel der Jahreszeiten kann die Fortpflanzungshormone beeinflussen, beispielsweise das follikelstimulierende Hormon (FSH), was zu einer Verschlimmerung der Menstruationsbeschwerden führen kann.
4
Niedrigerer Vitamin-D-Spiegel
Mit weniger Tageslicht sinkt die Vitamin-D-Produktion. Es gibt Hinweise, dass niedrige Werte mit stärkeren Regelschmerzen zusammenhängen können.
5
Weniger Bewegung, mehr Verspannung
Im Winter sitzen wir oft mehr, bewegen uns weniger und haben schneller Rücken- oder Beckenverspannungen. Das verstärkt Regelschmerzen zusätzlich.
bei starken Schmerzen können Schmerztabletten helfen
Wichtig: Wenn die Schmerzen häufig stark sind oder einen normalen Alltag unmöglich machen, sollte das gynäkologisch abgeklärt werden (z. B. auf Endometriose)
Regelschmerzen sind zwar häufig, aber sie sind kein "Preis, den man halt zahlen muss". Leichte Krämpfe können normal sein – starke, lähmende Schmerzen sollten jedoch ernst genommen und nicht einfach wegignoriert werden.