Lebens-Simulation

"Pokémon" überrascht mit Wohlfühl-Spiel "Pokopia"

Das kommende "Pokémon Pokopia" überrascht: Ditto wird zu einem Menschen, Pikachu blass – und Spieler erschaffen ein Simulations-Paradies.
Rene Findenig
03.01.2026, 11:45
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Vergesst Arenen, Orden und schweißtreibende Kämpfe bis zum letzten KP-Punkt. "Pokémon" schlägt plötzlich ganz leise Töne an – und genau das macht neugierig. Mit einem Trailer hat die The Pokémon Company-Gruppe einen ausführlichen Blick auf "Pokémon Pokopia" gewährt. Und was da am 5. März 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheint, ist weniger Action-RPG und mehr Seelenurlaub. Willkommen in einem "Pokémon"-Spiel, in dem man nicht die Welt rettet, sondern sie liebevoll wieder aufpäppelt. Und das ausgerechnet als Ditto.

Die Geschichte beginnt laut bisherigen Informationen ungewöhnlich ruhig. Spieler schlüpfen in die Rolle eines Ditto, das aus einem langen Schlaf erwacht – und sich plötzlich in einen Menschen verwandelt. Allein diese Ausgangslage klingt schon wie ein Pokémon-Fiebertraum nach Mitternacht. Doch es wird noch schräger. Ditto trifft auf Professor Tangoloss, ein seltsames Pokémon, das offenbar Gefallen an menschlichem Zubehör gefunden hat und mutterseelenallein in einer Gegend lebt, die einst Heimat von Menschen und Pokémon war.

Aus Ödland wird Wohlfühloase

Heute ist davon nicht mehr viel übrig: vertrocknetes Gras, verdorrte Bäume, triste Leere. Ein Ort, der förmlich nach Hoffnung schreit. Und genau hier setzt "Pokopia" an. Statt Monster zu besiegen, geht es darum, Leben zurückzubringen. Schritt für Schritt entsteht aus einer trostlosen Landschaft ein Paradies für Pokémon – und später auch für Menschen. Items werden hergestellt, Möbel gebaut, Häuser errichtet. Herzstück des Gameplays sind Attacken der Pokémon, die diesmal nicht für Kämpfe, sondern für den Aufbau der Welt genutzt werden.

Zertrümmerer sprengt Mauern weg, Blattwerk lässt Wiesen sprießen, Gleiten katapultiert Ditto elegant von Berg zu Berg, während Surfer neue Wasserwege erschließt. Attacken werden hier zu Werkzeugen – und "Pokopia" damit zu einer Art "Pokémon"-Version von "Animal Crossing", nur deutlich fantastischer. Besonders charmant: Die Pokémon stehen nicht nur herum, sie machen mit. Mit Bisasams Ranken wird Seil gesprungen, Glumanda zündet Feuer an, andere Pokémon helfen gemeinsam beim Hausbau.

"Pokopia" setzt klar auf Gemütlichkeit und Kreativität

"Pokopia" fühlt sich lebendig an – als hätte jedes Pokémon wirklich etwas beizutragen, sagen die Macher. Hin und wieder äußern die Pokémon auch Wünsche. Mal geht es um kleine Verschönerungen, mal um größere Probleme, die die gesamte Gegend betreffen. Wer diese Wünsche erfüllt, verändert die Welt nachhaltig. Entscheidungen haben hier Konsequenzen – leise, aber spürbar. Auch der eigene Charakter darf glänzen. Frisuren, Outfits, Möbel, Items – alles lässt sich anpassen und herstellen.

"Pokopia" setzt klar auf Gemütlichkeit und Kreativität statt auf Wettbewerb. Wer mag, muss das Abenteuer nicht allein bestreiten: Bis zu vier Spieler können gemeinsam an ihrer perfekten "Pokémon"-Welt arbeiten. Der Trailer liefert außerdem einen ersten Blick auf ungewöhnliche Pokémon-Varianten, die irgendwo zwischen niedlich und leicht unheimlich pendeln. Da wäre Schlappchu, ein blasses Pikachu mit herabhängenden Ohren und seltsam verfärbtem Fell. Oder Mooslaxo, ein Relaxo, das von Moos überwuchert ist und eine Blume auf dem Kopf hat.

"Pokémon" hat sich selten so entspannt gezeigt

Und dann ist da noch Meister Farbeagle, dessen Körper von bunten Farbklecksen übersät ist und der seinen Schweif wie einen Pinsel schwingt – Pokémon trifft Kunstschule. "Pokémon Pokopia" düfte ein mutiger Schritt werden. Weniger Wettkampf, mehr Wohlgefühl. Weniger Stress, mehr Seele. Für viele Fans könnte "Pokopia" das perfekte Gegengewicht zu epischen Abenteuern und Online-Schlachten sein. Ob Ditto als Mensch wirklich Herzen erobert, zeigt sich im März 2026. Eines ist aber schon jetzt klar: "Pokémon" hat sich selten so entspannt gezeigt.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } Akt. 03.01.2026, 14:04, 03.01.2026, 11:45
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