Das steckt dahinter

Preisschock bei Handys droht – ChatGPT ist schuld

Wer sich ein neues Handy zulegen will, muss sich auf höhere Preise einstellen. Grund ist, dass Firmen wie OpenAI immer mehr Speicherchips aufkaufen.
Digital  Heute
31.12.2025, 19:21
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Wie "20 Minuten" berichtet, sind es vor allem die sogenannten DRAM-Chips, die jetzt knapp werden. Diese Bauteile stecken in fast jedem Gerät – vom Taschenrechner bis zum Computer. Weil KI-Firmen immer mehr davon brauchen, schnellen die Preise in die Höhe. Das betrifft am Ende auch dich als Konsumenten.

Im Mittelpunkt steht der DRAM-Speicher, der in praktisch allen modernen Geräten verbaut ist. Die hohe Nachfrage in den letzten Monaten sorgt dafür, dass die Preise explodieren – und das wirkt sich auf den gesamten Elektronikmarkt aus.

Nachfrage übersteigt Angebot deutlich

"Die DRAM-Vertragspreise stiegen im vierten Quartal dieses Jahres um 50 bis 55 Prozent gegenüber dem Vorquartal", erklärt Tom Hsu von Trendforce, einem taiwanesischen Marktforschungsunternehmen. "Das ist der größte vierteljährliche Anstieg seit mehreren Jahren." Laut Hsu liegt das vor allem daran, dass US-Techfirmen im dritten Quartal besonders viel bestellt haben.

"Deren Auftragslage reicht über das Jahr 2026 hinaus und liegt deutlich über den Erwartungen der Lieferanten." Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage werde für 2026 voraussichtlich über zehn Prozent betragen und selbst bei einer Abschwächung der Verbrauchernachfrage nicht leicht zu schließen sein. "Wir gehen davon aus, dass die Versorgungsengpässe mindestens bis in die zweite Jahreshälfte 2026 andauern werden."

Drei Hersteller haben den Markt fest im Griff

Drei große Hersteller kontrollieren laut Analysten etwa 70 Prozent des Marktes: Micron (USA), Samsung Electronics und SK Hynix (beide Südkorea). Micron hat sich Anfang Dezember komplett vom Verkauf an Privatkunden verabschiedet – Geschäftskunden wie KI-Firmen bringen einfach mehr Geld.

Auch Samsung und SK Hynix haben im Oktober einen Mega-Deal mit OpenAI abgeschlossen: Pro Monat liefern sie 900.000 DRAM-Chipbauteile. Angetrieben von solchen Investitionen bauen die Firmen hinter ChatGPT, Gemini und Grok immer größere Rechenzentren. Meta-Chef Mark Zuckerberg plant sogar mehrere Rechenzentren in der Größe von Manhattan.

Wer zahlt die Zeche? Am Ende bist es du

Die Nachfrage bleibt hoch, und das lässt auch die Preise nicht sinken. Wer als Handyhersteller noch DRAM-Chips verbauen will, muss die teureren Preise schlucken – selbst wenn die eigene Firma die Chips produziert. Insider berichten, dass bei Samsung die Speicher-Sparte der Handy-Sparte günstige Konditionen verweigert hat.

Samsung selbst hat sich zu diesem Vorfall und zur aktuellen DRAM-Knappheit bisher nicht geäußert.

Wer am Ende die höheren Kosten zahlen muss, ist klar: du als Konsument. "PC- und Smartphone-Marken passen ihre Festpreise nach oben an, um den Anstieg der DRAM-Kosten widerzuspiegeln", so Hsu von Trendforce. "Eine solche Preiserhöhung wird ab Anfang 2026 umgesetzt werden." Die Nachfrage nach Computern und Handys könnte dadurch um bis zu sechs Prozent sinken. Avril Wu von Trendforce rät gegenüber US-Medien: "Ich sage immer allen, wenn ihr ein Gerät haben wollt, dann kauft es jetzt."

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