In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten suchen immer mehr Menschen nach Möglichkeiten, ihr Geld sinnvoll zu sparen. Gerade in Österreich, wo das Leben nicht immer günstig ist, gibt es zahlreiche clevere Spartipps, die helfen können, das Budget zu schonen, ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen. Hier sind einige der besten Strategien, um langfristig Geld zu sparen – und teilweise in Minuten vor dem Jahreswechsel erledigt sind.
Wer einen Blick auf seine monatlichen Ausgaben wirft, wird schnell feststellen, wie viele Abos sich im Laufe der Zeit ansammeln – Netflix, Spotify, Fitnessstudio und unzählige andere Dienstleistungen. Viele dieser Abos laufen weiter, obwohl man sie längst nicht mehr nutzt.
Eine einfache, aber effektive Methode, Geld zu sparen, ist es, diese Abos zu überprüfen und nur die wirklich benötigten weiterzuführen. Der Abo-Dschungel sollte regelmäßig durchforstet werden, um unnötige Kosten zu vermeiden. Auch bei Handytarifen gibt es häufig günstigere Optionen, die dieselben Leistungen bieten.
Die Essensplanung ist ein unschätzbares Werkzeug, wenn es darum geht, den Geldbeutel zu schonen. Statt regelmäßig spontan im Supermarkt zu landen und dabei meist teurer und unüberlegter zu kaufen, empfiehlt es sich, für die Woche einen Einkaufsplan zu erstellen. Damit kann man nicht nur sicherstellen, dass man alles hat, was man braucht, sondern auch ungesunde Impulskäufe vermeiden. Darüber hinaus trägt eine gute Essensplanung dazu bei, Foodwaste zu minimieren – ein weiterer Gewinn für die Umwelt und den Geldbeutel.
Auch Stromkosten machen einen beachtlichen Teil der Haushaltsausgaben aus. Doch oft gibt es einfache Möglichkeiten, Strom zu sparen. Geräte, die nicht in Gebrauch sind, sollten grundsätzlich vom Stromnetz getrennt werden, um "Standby"-Verbrauch zu vermeiden. Ein smarter Schritt ist der Umstieg auf LED-Leuchten – sie verbrauchen deutlich weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen und halten länger. Kleine Veränderungen, wie der Einsatz von Energiesparsteckdosen oder das Ausschalten von Geräten über Nacht, können eine spürbare Reduktion der Stromrechnung bewirken.
Eine Methode, die viele beim Sparen unterstützen kann, ist das Einführen von "No-Spend-Days". Dabei handelt es sich um festgelegte Tage, an denen du keinen Cent ausgibst. Dies könnte ein oder zwei Mal pro Woche der Fall sein. An solchen Tagen wird auf Einkäufe, Restaurantbesuche oder einfach unnötige Ausgaben verzichtet. Die Kombination von bewussterem Konsumverhalten und der Herausforderung, bestimmte Tage ohne Ausgaben zu verbringen, fördert das Sparen und hilft, ein besseres Gefühl für die eigenen Ausgaben zu entwickeln.
Der Secondhand-Markt boomt – und das aus gutem Grund. Gebrauchte Waren sind nicht nur günstiger, sondern oft auch von besserer Qualität, da sie bereits den Praxistest bestanden haben. Sei es Kleidung, Möbel oder Dekoration: Secondhand kaufen ist nicht nur finanziell klüger, sondern auch umweltfreundlicher. Websites wie Willhaben oder lokale Flohmärkte bieten zahlreiche Schnäppchen, die deine Haushaltskasse schonen können. Zudem trägt der Kauf gebrauchter Ware zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs bei und schont die Umwelt.
Es ist eine einfache, aber sehr effektive Gewohnheit, alle drei bis sechs Monate die eigenen Ausgaben zu überprüfen. Dies kann dir helfen, unnötige Ausgaben zu identifizieren und die Kontrolle über deine Finanzen zu behalten. Dazu gehört auch das Überprüfen von Kreditkartenabrechnungen, Bankkonten und laufenden Verträgen. Wer regelmäßig schaut, wo sein Geld hinfließt, kann schnell feststellen, wo Einsparungen möglich sind.
Eine der ersten Regeln für eine gesunde Finanzplanung ist der Aufbau eines Notgroschens. In Österreich empfiehlt es sich, ein Polster von mindestens drei bis sechs Monatsgehältern (netto) auf einem separaten Konto anzulegen, um in Notfällen abgesichert zu sein. Sobald dieses Ziel erreicht ist, kann man beginnen, das überschüssige Geld in langfristige Anlagen wie Aktien, Fonds oder Immobilien zu investieren. Dadurch lässt sich das Geld nicht nur sicher aufbewahren, sondern auch sinnvoll vermehren.
Einer der einfachsten Wege, regelmäßig zu sparen, ist die Automatisierung des Sparprozesses. Ein Sparkonto, auf das jeden Monat ein fester Betrag überwiesen wird, hilft dabei, den Prozess zu automatisieren und sicherzustellen, dass man nicht vergisst zu sparen. Der Grundsatz "Bezahle dich selbst zuerst" bedeutet, dass das Sparen priorisiert wird, bevor andere Ausgaben getätigt werden. Dieser Automatismus sorgt dafür, dass das Sparziel stetig wächst, ohne dass man aktiv daran denken muss.
Cashback-Programme sind eine einfache Möglichkeit, regelmäßig Geld zurückzubekommen, wenn man Einkäufe tätigt. Viele Supermärkte, Online-Shops und auch Tankstellen bieten solche Programme an. Indem man gezielt mit Cashback-Karten oder Apps einkauft, kann man bares Geld zurückbekommen, das sich mit der Zeit summiert. Auch hier gilt: Regelmäßig nach neuen Angeboten und Partnern suchen und den besten Deal auswählen – aber nur, wenn man die Ausgaben wirklich tätigen muss.
Ob es sich um Geschenke, Deko oder Alltagsprodukte handelt – das Selbermachen ist eine oft unterschätzte Möglichkeit, Geld zu sparen. Im Internet finden sich unzählige Tutorials für DIY-Projekte, bei denen Materialien aus dem Bastelladen oder vom Flohmarkt verwendet werden. Besonders bei Dekorationsgegenständen und kleinen Haushaltshelfern lässt sich schnell eine Menge Geld sparen, wenn man sich die Zeit nimmt, etwas selbst zu gestalten.
Geld zu sparen erfordert keine drastischen Veränderungen, sondern kleine, bewusste Anpassungen im Alltag. Indem man regelmäßig seine Ausgaben überprüft, auf unnötige Abos verzichtet und smarter einkauft, lässt sich langfristig eine ordentliche Summe beiseitelegen. Und wer sich zusätzlich die Zeit nimmt, in nachhaltige und kostengünstige Alternativen zu investieren, tut nicht nur seinem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen Gefallen.