Während Hundebesitzer gerne das "Bussi" vom Hund bekommen, ekelt andere die Vorstellung an den feuchten Hundekuss im Gesicht. Gut, darüber nachdenken darf man eh nicht, wo der pelzige Schatz vielleicht noch vor ein paar Minuten seine Nase hineingesteckt hat, aber die Liebe ist eben so groß, dass wir solche Gedanken komplett ausblenden. Laut einer neuen Studie aus Japan jedoch sind die Bakterien des Hundes ein richtiger Gewinn für uns Menschen – na schau.
Dass Hunde unserer Gesundheit und Psyche guttun, indem sie unseren mentalen Stress reduzieren und auch unbewusst unser Immunsystem stärken, weil sie uns bei Wind und Wetter in die Natur treiben, ist ja schon längst auch wissenschaftlich in Stein gemeißelt. Ihre Bakterien allerdings waren bisher eher ein "in Kauf genommenes" Übel, oder doch nicht?
Ein Wissenschaftsteam der Azabu University in Japan veröffentlichte kürzlich die neueste Erkenntnis zu unseren Vierbeinern. Angeblich sei es so, dass Hunde unser orales Mikrobiom – also unsere gesamten Bakterien im Mund – verändern. Dies soll uns sozialer, freundlicher und empathischer machen und das sogenannte "prosoziale Verhalten" fördern.
Diese Feststellung kam durch das Übertragen der Hunde-Bakterien auf sterile Mäuse, die ebenfalls kurze Zeit danach ein völlig anderes Verhalten zeigten. So waren sie friedlicher und suchten den Kontakt zu ihren Artgenossen. Diese Änderung des Mikrobioms ist also als durchwegs positiv zu verstehen, da unsere Psyche stabilisiert und glücklich gemacht wird. Laut der Studie sollen vor allem jugendliche Hundehalter von den Bakterien des Hundes profitiert haben.
Tja, da kuschelt man doch gleich noch viel lieber mit dem Hund, wenn man durchs Bussi sogar empathischer wird und Seelenfrieden finden kann, denn unsere Vierbeiner waren und sind einfach Zauberwesen.