"Tiefwinterliche Verhältnisse"

Nach Schnee-Hammer ändert sich Wetter drastisch

Ein Italientief sorgt für zunehmend winterliche Verhältnisse, regional sind mit starkem Schneefall einige Zentimeter Neuschnee in Sicht. Die Details.
André Wilding
19.02.2026, 07:00
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Der Alpenraum lag am Mittwoch vorübergehend unter Zwischenhocheinfluss, die Wetterlage stellt sich jedoch allmählich um. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale gerät Österreich am Donnerstag zunehmend unter den Einfluss eines Tiefs über Norditalien, das sich in der Nacht auf Freitag ostwärts nach Osteuropa verlagert.

Am Nordrand des Tiefs gelangt sehr feuchte Luft ins Land, gleichzeitig strömt aus Norden kühle Luft ein. Regional sind starker Schneefall und einige Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Der Schnee hält sich aber nicht lange. Bereits am Wochenende steigt die Temperatur von Westen her nach und nach an, zur neuen Woche hin wird es frühlingshaft mild.

Kräftiger Schneefall auch im Osten

Der Donnerstag verläuft häufig trüb, noch am Vormittag setzt vom Brenner bis nach Oberkärnten Schneefall ein. Im Laufe des Tages breiten sich Regen und Schneefall unter Verstärkung auf den gesamten Westen und Süden des Landes aus, wobei die Schneefallgrenze zwischen den Tälern Osttirols und Oberkärntens sowie knapp 1.000 Meter in Vorarlberg und im Südosten liegt.

Am späten Abend verlagert sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Osthälfte des Landes. Die Schneefallgrenze liegt hier zwischen tiefen Lagen in Ober- und Niederösterreich sowie in Wien und etwa 500 Meter im Südosten. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze schließlich auch im Südosten in tiefe Lagen ab und besonders im Osten schneit es teils kräftig. Am Freitagmorgen lässt die Intensität von Norden her nach und im Laufe des Vormittags klingt der Schneefall ab.

Bis Freitag häufig geschlossene Schneedecke

"In vielen Landesteilen ist bis Freitag eine geschlossene Schneedecke in Sicht, die größten Neuschneemengen zeichnen sich im westlichen Bergland, in Osttirol und Oberkärnten sowie vom Mostviertel über das Wiener Becken bis ins Mittelburgenland ab" prognostiziert Christoph Matella, Meteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale.

Schnee-Prognose für Österreich
UBIMET

Oft sind hier 10 bis 20 Zentimeter, im Südwesten und im westlichen Bergland auch bis zu 30 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. Im Rheintal sowie in Teilen Unterkärntens bleibt es hingegen lange Zeit bei Regen, auch in der südlichen und östlichen Steiermark sind die Chancen für eine geschlossene Schneedecke deutlich geringer.

"Die größten Unsicherheiten gibt es aktuell noch entlang einer Linie von Linz bis Wien", analysiert Matella. "Aber auch in den beiden Landeshauptstädten ist in der Nacht auf Freitag mit mehreren Zentimetern Neuschnee und tiefwinterlichen Verhältnissen zu rechnen", erklärt Matella. Besonders im Osten sind am Freitag somit auch Einschränkungen im Frühverkehr zu erwarten.

Vom tiefsten Winter per Schnellzug in den Frühling

Das Ausrufezeichen des Winters hält jedoch nicht lange an. Bereits am Wochenende stellt sich die Wetterlage neuerlich um, die Temperatur steigt spürbar an. "Zu Wochenbeginn setzt mit Höchstwerten zwischen 7 und 15 Grad verbreitet starkes Tauwetter ein, im Laufe der Woche sind regional sogar noch höhere Werte in Sicht", prognostiziert Matella. Selbst im Bergland ist der Schnee vor dem Tauwetter nicht sicher.

Die Prognose im Detail

Am Donnerstag verdichten sich die Wolken und im Tagesverlauf breitet sich von Süden her Schneefall aus, unterhalb von 300 bis 500 Meter mischt sich Regen dazu. Ab dem Abend schneit es verbreitet teils ergiebig. Anfangs weht mäßiger Südostwind, gegen Abend dreht der Wind auf Nord und wird in der Nacht kräftig. Mit maximal -2 bis +4 Grad beginnt es abzukühlen.

Der Freitag beginnt mit dichten Wolken und Schneefall bis ins Flachland, am Vormittag trocknet es ab und von Nordosten her lockert es auf. Nachfolgend stellt sich ein vor allem im Flachland freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, der kräftige bis stürmische Nordwestwind lässt die maximal -3 bis +1 Grad aber noch kälter erscheinen.

Am Samstag überwiegen die Wolken und im Tagesverlauf breitet sich von Westen her Schneefall aus. Dieser geht im Mostviertel unterhalb von 800 Meter in Regen über, im Osten fallen ein paar Flocken bis in tiefe Lagen. Dort weht mäßiger Südostwind, im Waldviertel frischt lebhafter Südwestwind auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 0 und +5 Grad.

Der Sonntag bringt meist dichte Wolken, dazu fällt im Bergland zeitweise etwas Regen. Ansonsten ziehen ein paar Schauer durch. Zwischendurch sind bei lebhaftem bis kräftigem Westwind auch trockene Abschnitte zu erwarten, die Sonne lässt sich aber kaum blicken. Mit Höchstwerten von 5 bis 11 Grad wird es milder.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 19.02.2026, 07:02, 19.02.2026, 07:00
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