1 Meter Neuschnee kommt

"Extreme Schneemengen" – Meteorologe lässt aufhorchen

Ein Italientief sorgt ab Mittwoch im Süden des Landes für teils extreme Schneemengen. Die Lawinengefahr steigt auf die höchste Stufe. Die Prognose.
André Wilding
04.02.2026, 20:49
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Ein Italientief betimmt das Wetter im Alpenraum samt Regen und Schneefall. Das Tief zieht am Donnerstag nach Osteuropa ab und das Wetter beruhigt sich zumindest vorübergehend. Bereits am Freitag macht sich jedoch eine weitere, atlantische Front bemerkbar, die unter Abschwächung das Land überquert.

Am Wochenende verbleibt Österreich in einer Zone schwacher Druckgegensätze, die feucht-trübe Witterung in tieferen Schichten bleibt somit erhalten. Erst zu Beginn der neuen Woche könnte aus jetziger Sicht kältere, trockenere Luft aus Osteuropa die Osthälfte des Landes streifen.

Schnee bis in tiefe Lagen

Bis zum mittleren Vormittag bleibt es abseits der Karnischen Alpen und der Karawanken noch überwiegend trocken. Spätestens rund um die Mittagszeit beginnt es jedoch in weiten Teilen Kärntens und Osttirols zu schneien oder zu regnen. Die Schneefallgrenze liegt zunächst im Westen bei etwa 700 Metern, weiter östlich – zwischen Bad Kleinkirchheim und der Pack – bei rund 1.200 Metern.

Am Nachmittag intensiviert sich der Niederschlag stark. Durch die sogenannte Niederschlagsabkühlung sinkt die Schneefallgrenze vielerorts rasch ab. Damit kann es auch in tieferen Lagen schneien, etwa in Lienz, Hermagor, Spittal an der Drau oder Villach. Ob auch das Klagenfurter Becken Schnee abbekommt, gilt als möglich, aber eher unwahrscheinlich.

"Knapp 1 Meter Neuschnee"

"In Summe kommen bis Donnerstagmittag in vielen tieferen Lagen Ober- und Mittelkärntens 10 bis 25 Zentimeter Neuschnee zusammen. In höher gelegenen Tälern sind verbreitet 30 bis 60 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. In den Hochlagen der Karnischen Alpen dürften zum Teil zwischen 60 Zentimeter und knapp 1 Meter Neuschnee zusammenkommen", teilt David Kaufmann vom Wetterdienst "Tauernwetter" mit.

Mit den großen Schneemengen steigt auch die Gefahr in den Bergen deutlich an. In vielen Gebirgsgruppen Osttirols und Oberkärntens wird die Lawinengefahr als groß eingestuft, stellenweise gilt sogar die höchste Warnstufe sehr groß. "Tauernwetter" hat für weite Teile Kärntens und Osttirols Schneewarnungen ausgegeben, in Teilen Oberkärntens gilt Alarmstufe Rot.

Glättegefahr durch Eis-Regen

Der Donnerstag startet bis auf den äußersten Westen bewölkt und gebietsweise nass, die Schneefallgrenze liegt zwischen 800 und 1.200 Meter. Speziell vom Innviertel bis ins Salzkammergut besteht stellenweise Glättegefahr. Am Vormittag trocknet es ab, in Vorarlberg und Nordtirol zeigt sich nachfolgend zeitweise die Sonne. Nach Osten und Süden hin bleibt es trüb. Bei meist nur mehr schwachem Südostwind steigen die Temperaturen auf 2 bis 8 Grad.

Schneefall auch am Wochenende

Am Freitag überwiegen die Wolken, bis zum Nachmittag bleibt es aber meist trocken und entlang der Voralpen lässt sich noch ab und zu die Sonne blicken. Im Flachland hält sich häufig zäher Hochnebel, gegen Abend fallen im Waldviertel vereinzelt ein paar Tropfen. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 Grad im Waldviertel und 9 Grad am Alpenostrand.

Der Samstag startet häufig bewölkt, an der Alpennordseite auch mit etwas Regen und oberhalb von rund 1.200 Meter Schneefall. Im Tagesverlauf trocknet es weitgehend ab, im Westen und Süden kommt nach und nach die Sonne zum Vorschein. Von Oberösterreich bis ins Burgenland überwiegen weiterhin die Wolken.

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