Krieg und Klimakrise hängen enger zusammen, als viele Menschen glauben. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran zeigt das deutlich. Neben den menschlichen Opfern und wirtschaftlichen Turbulenzen hat der Konflikt auch massive Folgen für das Klima, wie das renommierte US-Magazin "The New Republic" schreibt.
Die unmittelbaren Folgen sind dramatisch. Hunderte Menschen kamen ums Leben, darunter mehr als 100 Mädchen und Lehrerinnen bei einem Angriff auf eine Grundschule. Gleichzeitig steigen die wirtschaftlichen Risiken: Lieferketten geraten ins Wanken, Energiepreise ziehen an, die Börsen reagieren nervös.
Doch ein Aspekt gerät oft in den Hintergrund: der Einfluss von Kriegen auf das Klima. Moderne Armeen sind massiv von fossilen Brennstoffen abhängig. Flugzeugträger, Kampfflugzeuge und militärische Logistik verbrauchen enorme Mengen Öl und Treibstoff. Der CO2-Ausstoß ist entsprechend hoch.
Ein Beispiel zeigt die Dimension: Der russische Angriff auf die Ukraine verursachte laut Studien Emissionen in der Größenordnung der jährlichen Emissionen Frankreichs. Solche zusätzlichen Treibhausgase verschärfen Hitze, Dürren und Extremwetter. Diese Entwicklungen wiederum destabilisieren Gesellschaften, zerstören Lebensgrundlagen und können neue Konflikte auslösen.
Fest steht jedenfalls: Ohne fossile Energie wäre der aktuelle Nahost-Krieg nicht möglich. Militärische Operationen verschlingen enorme Mengen Treibstoff. Studien zeigen sogar, dass das US-Verteidigungsministerium weltweit der größte institutionelle Verursacher von Treibhausgasen ist. Zusammengerechnet stoßen die Streitkräfte aller Länder mehr CO2 aus als fast alle Staaten der Welt zusammen.