Der Mensch lebt seit rund 200.000 Jahren auf der Erde. Doch die Geschichte des Homo sapiens ist alles andere als sicher. Eine der größten Naturgefahren kommt aus dem Inneren unseres Planeten: Vulkane. Wie gewaltig ihre Kraft sein kann, zeigt der Supervulkan unter dem Yellowstone-Nationalpark in den USA.
Der prachtvolle Park im Nordwesten der USA ist berühmt für seine Geysire und 10.000 heißen Quellen. Doch unter der Oberfläche schlummert eine riesige Magmakammer. Sie erstreckt sich mehrere Kilometer tief unter der Erde und ist etwa 90 mal 40 Kilometer groß.
In der Erdgeschichte kam es hier bereits zu gewaltigen Supereruptionen. Vulkanologin Madison Myers warnt, dass so etwas auch in Zukunft wieder passieren könnte. Eine neue Supereruption würde die Welt über Jahrzehnte stark verändern, zeigt die neue ZDFinfo-Dokumentation "Katastrophen der Erdgeschichte: Zeitalter des Menschen",
Der Supervulkan liegt überwiegend im Yellowstone-Nationalpark und besteht aus einer gewaltigen Caldera von 72 km Länge und 55 km Breite. Darunter ruht eine riesige Magmakammer. Das Gebiet ist geprägt von 10.000 heißen Quellen, Geysiren und hydrothermalen Systemen. In den vergangenen zwei Millionen Jahren kam es mindestens zu drei Supereruptionen: vor 2,1 Millionen Jahren (Huckleberry-Ridge), vor 1,3 Millionen Jahren (Mesa-Falls) und vor 640.000 Jahren (Lava-Creek).
Bei einem Ausbruch des Yellowstone-Supervulkans könnte eine gewaltige Aschewolke in die Stratosphäre aufsteigen und sich rund um den Globus ausbreiten. Die Folge wäre eine deutliche Abkühlung der Erde. Forscher sprechen in so einem Fall von einem "vulkanischen Winter".
Dass solche Ereignisse dramatische Folgen haben können, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Vor rund 74.000 Jahren kam es auf der indonesischen Insel Sumatra zu einer der größten Eruptionen der Erdgeschichte. Der Vulkan Toba schleuderte 4.000 Kubikkilometer Asche, Gas und Gestein in die Atmosphäre.
Die Eruptionswolken stiegen bis zu acht Kilometer hoch auf, waren 800 Grad heiß. Im Umkreis von 100 Kilometern dürfte damals alles ausgelöscht worden sein. Große Teile Asiens wurden mit Asche bedeckt.