Der Frühling klopft in Österreich schon kräftig an. Tagsüber klettern die Temperaturen vielerorts auf bis zu 20 Grad, dazu erreicht uns derzeit sogar warme Luft aus der Sahara samt Saharastaub. Auch im restlichen Europa schmilzt der letzte Schnee rasch dahin.
Ganz vorbei ist der Winter aber noch lange nicht. Vor allem in den Nächten kann es weiterhin frostig werden. Denn die Nächte sind noch relativ lang, der Boden kühlt stark aus. Dadurch sinken die Temperaturen immer wieder unter den Gefrierpunkt. Frost ist daher weiterhin möglich - und das hat einen bestimmten Grund.
"Frost ist im März und April auf jeden Fall noch möglich, in manchen Jahren auch noch im Mai", erklärt GeoSphere-Meteorologe Thomas Wostal auf Anfrage von "Heute". Kaltlufteinbrüche könnten also auch im späten Frühling noch einmal für frostige Nächte sorgen. Wostal erklärt die Ursache des Phänomens.
Wetter aktuell: Der Freitag, 6. März bringt in Österreich viel Sonne. Nebel oder Hochnebel – etwa im westlichen Donauraum oder in manchen Tälern – lösen sich meist am Vormittag auf. Danach zeigt sich häufig strahlender Sonnenschein. Die Temperaturen erreichen bis zu knapp 20 Grad. Frost gibt es etwa im Gasteinertal oder im Lungau in Salzburg.
Der Grund des nächtlichen Frostes liegt vor allem am klaren Himmel. "Je weniger Wolken oder Nebel vorhanden sind, desto mehr Wärme strahlt in der Nacht vom Boden in den Weltraum ab", so Wostal. Dadurch sinken die Temperaturen besonders stark.
Typisch für den Frühling sind auch große Temperatur-Unterschiede innerhalb eines Tages. Morgens kann es noch frostig sein, während am Nachmittag bereits Werte von bis zu 20 Grad erreicht werden.
Besonders tückisch ist der sogenannte Bodenfrost. Dabei bleibt die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe über 0 Grad, direkt am Boden kann es aber trotzdem frieren. Denn: Sinkt die Lufttemperatur in der Nacht auf 2 Grad, kann sich die kältere (= schwerere) Luft direkt am Boden sammeln. Dort kommt es dann zu frostigen Temperaturen, obwohl das Thermometer "offiziell" Plusgrade anzeigt.
Fakt ist: Der (meteorologische) Frühling ist also schon da - aber "Väterchen Frost" denkt noch lange nicht ans Aufgeben. Besonders in klaren Nächten kann es bis weit in den Mai hinein noch einmal eisig werden.