Die Rivalität zwischen McDonald's und Burger King ist legendär. Zuletzt sorgte ein Video von McDonald's-CEO Chris Kempczinski für Spott im Netz: Darin probiert er den neuen "Big Arch"-Burger – und nimmt nur einen winzigen Bissen.
Burger King reagierte prompt und kommentierte süffisant: "Wir konnten ihn auch nicht aufessen."
Das Geplänkel zeigt: Die beiden Fastfood-Ketten stehen im harten Wettbewerb. Umso kurioser wirkt es auf den ersten Blick, dass ihre Filialen häufig nur wenige Meter voneinander entfernt sind.
Doch dahinter steckt Strategie. "Es ist tatsächlich zu beobachten, dass Filialen von McDonald's und Burger King in großer Nähe zueinander zu finden sind", sagt Georg Schneider, Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz, zur "Kleinen Zeitung". Ein Beispiel ist der Grazer Jakominiplatz, wo beide Marken vertreten sind.
Der Grund liegt vor allem im Standort. Solche Filialen befinden sich oft an stark frequentierten Orten – etwa an Verkehrsknotenpunkten, Bahnhöfen oder nahe Autobahnausfahrten. Dort kommen besonders viele potenzielle Kunden vorbei.
Für die zweite Kette stellt sich dann eine einfache Frage: Lieber einen schlechteren Standort ohne Konkurrenz wählen – oder direkt neben dem Rivalen eröffnen, aber dafür von der hohen Frequenz profitieren?
"Meist überwiegt der Vorteil des Standorts", erklärt Schneider. Denn wer etwa am Jakominiplatz umsteigt, geht kaum mehrere Straßen weiter, nur weil ein Burger dort ein wenig günstiger ist.
Die Kundschaft entscheidet spontan – und genau darauf setzen beide Ketten. Deshalb werden Big Mac und Whopper wohl noch öfter Tür an Tür zu finden sein.