Wie schön! Pünktlich zu den Osterferien kann man die Schützlinge des Bärenwald Arbesbach wieder besuchen, denn der Saisonstart nach der Winterpause beginnt. Wer also "Mici", "Erich" oder "Felix" in einem artgerechten Super-Zuhause beobachten möchte, sollte unbedingt einen Besuch einplanen und mit dem Eintritt die Vier-Pfoten-Einrichtung tüchtig unterstützen.
Nach der Erweiterung des Bärenwald, die im Herbst 2025 abgeschlossen wurde, bietet der erweiterte Besucherpfad viele zusätzliche, spannende Informationen zu den Tieren. Auch der Indoor-Ausstellungsbereich wurde komplett neu gestaltet und bietet wertvolles Wissen zu allen Bereichen des Tierschutzes, von Ernährung über Mode bis zu illegalem Welpenhandel. Während das Bärenwald-Team noch emsig die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung trifft, sind manche der Bären freilich nach der Winterruhe noch nicht ganz ausgeschlafen.
"Wir freuen uns auf unsere Gäste und darüber, dass wir ihnen nun ein noch attraktiveres Tierschutz-Angebot machen können. Erstmals werden wir auch Events im neu geschaffenen Seminarraum im Haupthaus des Bärenwald organisieren, um vielfältige Themen rund um Tierschutz und was jeder Einzelne beitragen kann, mit unseren Gästen diskutieren zu können. Demnächst stehen etwa ein Kasperletheater, bei dem eine Bärenrettung nachgespielt wird, oder eine Buchpräsentation der bekannten Autorin und Kulinarik-Journalistin Katharina Seiser zum Thema Ernährung auf dem Programm", sagt Vier Pfoten Direktorin Eva Rosenberg.
Na gut, na gut - "Erich" und "Brumca" sind zwar schon munter, gähnen und dösen aber noch gelegentlich vor sich hin, während "Mici" gar nicht so richtig geschlafen (wir erinnern uns an die lustigen Schnee-Wuzel-Aktionen) und "Felix" auch bereits die Frühlingsenergie gepackt hat.
Mici, der vor einigen Wochen ein Zahn gezogen wurde und die daraufhin zur genauen Beobachtung in ein kleineres Gehege gebracht wurde, hat nun wieder ihr gesamtes "Reich" zur Verfügung und genießt ihren kleinen Teich, der endlich nicht mehr zugefroren ist. Auch "Felix" hat bereits sein erstes Bad genommen und sich den Staub seiner Winter-Strohhöhle abgewaschen.
Der schwer traumatisierte, fast blinde Bär Dunbar, den VIER PFOTEN im Sommer 2025 gerettet hat, bleibt vorerst noch in seinem Eingewöhnungsgehege abseits des Besucherpfades. "Wir sind sehr glücklich über seine Fortschritte. Er ist einfach schon viel selbstsicherer und hat verstanden, dass er den Pflegern vertrauen kann. Während er anfangs gestresst war, wenn sie sich zur Futtergabe näherten, bleibt er jetzt ganz gelassen und neugierig", sagt Rosenberg.
Nach der Erweiterung hat der Bärenwald drei neue Gehege, die in die Waldviertler Natur eingebettet sind und viel Rückzugsraum für die Bären bieten. Die Tierschutzorganisation hofft daher, bald weitere Tiere retten und aufnehmen zu können. Ein Kandidat bietet sich schon seit Längerem an: Nach "Felix" und "Mici" kämpft man auch um "Tim", den letzten Bären in Gefangenschaft in Slowenien. Er muss nach wie vor in einem Käfig in einem privaten Zoo leben, denn der Besitzer weigert sich hartnäckig, das Tier herzugeben.
„Ein Video, das der Besitzer von Tim vor kurzem gepostet hat, zeigt die schlimmen Bedingungen. Tim steht in seinem Käfig auf Beton, zur Beschäftigung hat er lediglich einen Ball und eine Holzplanke, die von der Gitterdecke hängen. Es bricht uns das Herz“
"Ein Bär sollte Platz haben, um auf natürlichem Untergrund umherzustreifen. Er sollte sich in einem gut strukturierten Gehege auf Nahrungssuche begeben können, und sein Alltag sollte abwechslungsreich sein. All das können wir "Tim" im Bärenwald Arbesbach bieten. Wir hoffen, dass der Besitzer das bald einsieht und uns den Bären überlässt", sagt die Direktorin abschließend.