Von der Folter in die Freiheit! Das bisherige Leben der Braunbären-Dame "Mici" aus Slowenien war alles andere als rosig. In einem kleinen Käfig war sie als "Restaurant-Bär" permanenten Stress ausgesetzt, konnte nie Winterschlaf halten und wurde mit Speiseresten ernährt. Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gelang allerdings vor zwei Monaten die langersehnte Rettung und "Mici" blüht in ihrer neuen Heimat, dem Bärenwald Arbesbach, so richtig auf.
Auch wenn es im Best-Case natürlich so wäre, dass "Mici" zu diesem Zeitpunkt im Jahr Winterruhe hält, ist es völlig normal, dass sich ein Bär aus jahrelanger Gefangenschaft erst mit der Möglichkeit in einer beheizten Höhle die Tage zu verschlummern anfreunden muss. "Mici" freut sich offenbar viel zu sehr über den Schnee und ihr riesiges Gehege, dass sie nichts verpassen möchte. Die Tierpfleger sind natürlich entzückt von der gebotenen Action im Bärenwald und küren "Mici" zur "Wuzel-Queen".
„Es macht wirklich Spaß, Mici zu beobachten. Sie freut sich wahnsinnig über Schnee, vor allem Neuschnee, wuzelt sich mit Hingabe auf dem Eis ihres Teichs und spielt mit allem, was sie zur Verfügung hat“Annelies FriedlCheftierpflegerin
Ihr neuestes Lieblingsspielzeug: ein alter Ball. Annelies Friedl: "Sie ist total verrückt nach dem Ding und zeigt dabei vollen Körpereinsatz mit echten akrobatischen Einlagen. Wir könnten ihr wirklich stundenlang zusehen."
Bei allem berechtigten Enthusiasmus: Die Folgen von "Micis" jahrzehntelanger, nicht artgemäßer Haltung zeigen sich dennoch immer wieder. "Jahrelange Strategien zur Bewältigung von Stress wie ein stereotypes Hin- und Herlaufen können nicht von heute auf morgen abgelegt werden. Aber es ist sehr motivierend zu sehen, wie weit Mici in zwei Monaten gekommen ist. Angesichts ihres Muts, Neues zu erkunden und ihrer Lebensfreude sind wir sehr sicher, dass sie all ihre Traumata bald gänzlich überwinden wird", sagt Friedl.