In China steht das traditionelle Neujahrsfest vor der Tür. Das bedeutet: Millionen Menschen machen sich auf den Weg, um am 17. Februar mit ihren Familien zu feiern. Besonders viele reisen aus den großen Städten im Osten zurück in ihre Heimatorte.
Die chinesischen Behörden rechnen in den 40 Tagen rund um das Fest mit unglaublichen 9,5 Milliarden überregionalen Fahrten. Die meisten davon werden mit dem Auto zurückgelegt. Aber auch die Züge werden ordentlich voll: Im Bahnverkehr erwartet man 540 Millionen Passagiere, wovon auch viele ihre Haustiere mitnehmen.
Der Beginn des chinesischen Neujahrsfestes fällt immer auf einen Neumond zwischen dem 21. Jänner und 21. Februar. Heuer beginnt der Jahreswechsel am 17. Februar bis zum 03. März 2026 und läutet das Jahr des Pferdes ein.
Deshalb haben die Eisenbahnbetreiber in China ihr Angebot für den Transport von Tieren erweitert. Wer mit Hund oder Katze unterwegs ist, kann jetzt einfach per App oder am Telefon einen Platz für das Tier reservieren.
An den großen Bahnhöfen in Peking, Shanghai, Guangzhou und Wuhan gibt es mittlerweile eigene Übergabestellen für Haustiere. Dort kann man dann Hund oder Katze für den Transport abgeben. Pro Fahrgast sind höchstens zwei Tiere erlaubt. Wer nicht selbst mit dem Zug fährt, darf nur ein Tier verschicken.
Damit das Tier mitreisen darf, braucht man gültige Ausweisdokumente und ein Quarantäne-Zertifikat. Das Tier darf außerdem nicht mehr als 15 Kilogramm wiegen und die Schulterhöhe muss unter 40 Zentimeter liegen.
Die Tiere werden in spezielle, beleuchtete Boxen gesetzt, die Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoff automatisch messen. Nach einem Sicherheitscheck – ähnlich wie am Flughafen – bringen Mitarbeiter die Boxen in den Frachtbereich des Hochgeschwindigkeitszugs.
Auch während der Fahrt schauen die Bahnmitarbeiter laut Xinhua regelmäßig nach den Tieren. Am Zielbahnhof können die Besitzer ihre Lieblinge dann wieder an der Übergabestation abholen.