Zwei Tage nach der Kollision und Entgleisung eines Hochgeschwindigkeitszuges in der Nähe von Adamuz in der südlichen Provinz Córdoba, bei der 42 Menschen ums Leben kamen, ereignete sich erneut ein schweres Zug-Unglück etwa 40 Kilometer von Barcelona entfernt.
Beim Auffahren eines Nahverkehrszuges auf eine eingestürzte Mauer seien ein Mensch getötet und vier weitere schwer verletzt worden, sagte der Sprecher der Feuerwehr der nordöstlichen Region Katalonien, Claudi Gallardo.
Alle Fahrgäste seien aus dem Zug geborgen und insgesamt 37 Menschen verletzt worden. Bei dem Todesopfer handelt es sich um den Lokführer, wie eine Quelle der Regionalregierung Kataloniens und mehrere lokale Medien berichteten. Für häufige Zwischenfälle und eine unzureichende Finanzierung ist die Strecke des verunglückten Nahverkehrszuges seit langem bekannt.
In einem separaten Vorfall wurde am Dienstagabend der Verkehr auf einer anderen Strecke des Nahverkehrsnetzes von Barcelona unterbrochen, weil eine Zugachse aus dem Gleis gesprungen war, wie der spanische Bahnbetreiber ADIF auf der Plattform X mitteilte.
Nach dem schweren Zug-Unglück, das sich am Sonntag ereignete, hat der Schienennetzbetreiber ADIF die Höchstgeschwindigkeit für Züge auf einem Teilstück der wichtigsten Verbindung des Landes zwischen Madrid und Barcelona auf 160 Kilometer pro Stunde gedrosselt.
Die Fahrzeit der Züge, die bisher fast durchgehend 300 Kilometer pro Stunde fuhren, verlängere sich um rund 30 Minuten auf dann drei Stunden, berichten spanische Medien.