Höchste Warnstufe ausgerufen

Zehn Meter hohe Wellen! Zyklon verwüstet Urlaubsinseln

Das Sturmtief "Harry" wütet über den Mittelmeerinseln und sorgt für Überschwemmungen und massive Schäden. In etlichen Regionen gilt Alarmstufe Rot.
Newsdesk Heute
21.01.2026, 14:25
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An vielen Küsten rund ums Mittelmeer geht derzeit nichts mehr: Meterhohe Wellen treffen auf Uferpromenaden, Regenfluten laufen über Terrassen und Straßen, Sturmböen fegen durch Urlaubsorte. Das Sturmtief "Harry" sorgt in der Region für schwere Unwetter mit teils massiven Schäden.

Bereits seit Montag warnen Wetterdienste vor extremen Bedingungen auf den Balearen, unter anderem Mallorca, sowie auf Sizilien, Sardinien und Malta und in Teilen des spanischen und italienischen Festlandes. In vielen Gebieten wurde wegen Sturm und anhaltendem Regen Alarmstufe Rot ausgerufen, darunter auch in Teilen Kataloniens.

Mann tot im Auto gefunden

Dort kam es laut den Einsatzkräften zu einem Todesfall nahe dem 300-Einwohner-Dorf Palau-Sator: Ein Mann wurde tot in einem Auto gefunden, das in einem sonst trockenen Flusslauf von Wassermassen mitgerissen worden war, berichtet die "Bild". Zuvor war er als vermisst gemeldet worden, offenbar überraschten ihn die Fluten.

Bei Barcelona ereignete sich zudem ein tödlicher Zugunfall: Während des Sturms stürzte bei starkem Regen eine Stützmauer auf die Gleise und traf einen Zug. Der Lokführer kam ums Leben.

Zehn Meter hohe Wellen

Auch auf den Balearen waren Rettungskräfte stark gefordert. Nach Informationen von Inselradio Mallorca mussten sie wegen Zyklon "Harry" bislang mehr als 80 Mal ausrücken. Straßen standen unter Wasser, mehrere Autos wurden weggespült, außerdem strandete ein Segelboot.

Der spanische Wetterdienst Aemet meldete auf Menorca Wellen von bis zu zehn Metern. Wegen der hohen Brandung wurde davor gewarnt, sich Hafenmolen und Stränden zu nähern – es bestehe Lebensgefahr.

Notstand ausgerufen

Besonders schwer trifft das Unwetter die italienische Insel Sizilien. Dort bleiben auch am Mittwoch teils Schulen geschlossen. "Die Vorhersagen deuten auf starke Winde, erhebliche Sturmfluten und Bedingungen hin, die konkrete Gefahren für die öffentliche Sicherheit darstellen können", sagte der Bürgermeister von Messina, Federico Basile, dem italienischen Sender Rai.

Auch Parks, Museen, Friedhöfe sowie die Universität von Catania sind aktuell geschlossen. Die historische Hafenstadt hat den Notstand ausgerufen, Einwohner und Touristen sollen ihre Häuser nur aus dringenden Gründen verlassen.

Hunderte Familien evakuiert

Vorsorglich wurden bereits Hunderte Familien auf Sizilien und in Teilen Kalabriens evakuiert, einige Küstendörfer seien inzwischen komplett geräumt. Für Teile Kalabriens gilt laut Rai am Mittwoch bereits den dritten Tag in Folge die Unwetterwarnung Rot – erwartet werden Dauerregen und Böen von über 120 km/h.

Auch für Sardinien und Sizilien bestehen weiterhin Wind- und Gewitterwarnungen. Auf Mallorca gilt laut Aemet an einigen Küstenabschnitten noch Warnstufe Orange. Für Donnerstag wird eine Beruhigung der Lage erwartet. Erst danach dürfte sich das genaue Ausmaß der Schäden durch "Harry" klarer beziffern lassen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 14:33, 21.01.2026, 14:25
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