Sintflutartige Regenfälle haben am Wochenende in der Touristenregion Südfrankreich für Chaos gesorgt. Der Wetterdienst Meteo France rief für drei Departements und Korsika die zweithöchste Warnstufe Orange aus. Vor allem auf der Mittelmeerinsel werden Überschwemmungen und ein rasanter Anstieg der Pegelstände befürchtet.
In der Küstenstadt Narbonne mussten Bewohner zweier Stadtteile die Nacht auf Montag in Notunterkünften verbringen. Inzwischen konnten sie zurück in ihre Häuser, doch 42 Straßen bleiben unpassierbar. In 109 Gemeinden bleiben die Schulen auch am Dienstag zu.
In der Region rund um Perpignan standen zahlreiche Straßen unter Wasser, es bildeten sich kilometerlange Staus. Die Einsatzkräfte rückten zu bisher 72 Rettungsaktionen aus - ein Mensch wurde bei einem wetterbedingten Unfall schwer verletzt.
Trotz aller Schäden bringt das Unwetter auch einen Lichtblick: Im von Dürre geplagten Departement Pyrénées-Orientales wurden viele Wasserrestriktionen aufgehoben. Laut Behörden haben sich Pegelstände normalisiert und die Grundwasserreserven deutlich erholt.
Frankreich in der Klimakrise
Die aktuellen Überschwemmungen in Südfrankreich lassen sich in mehreren Punkten mit der Klimakrise in Verbindung bringen:
Fazit: Die Überschwemmungen in Südfrankreich sind kein isoliertes Ereignis, sondern Teil eines Trends. Extremwetter nimmt weltweit zu - auch in Europa. Forschende warnen seit Jahren, dass genau solche Ereignisse mit der fortschreitenden Klimakrise häufiger und heftiger werden.