Vollkommen unvorbereitet erlebten viele Niederösterreicher die vom Klimawandel begünstigten Starkregen-Ereignisse im September 2024. Ein kleinregionales Frühwarnsystem soll künftig rechtzeitig warnen und wertvolle Minuten im Ernstfall bringen.
Die neue Technologie verbindet nun lokale Messstationen, hochauflösende Wetterdaten und KI-basierte Prognosen, um Starkregen früh und punktgenau zu erkennen. "So gewinnen Gemeinden und Einsatzkräfte wertvolle Minuten zur Vorbereitung, Schäden können reduziert und Menschen besser geschützt werden", heißt es in einer Aussendung der Betreiber.
Als im September 2024 heftiger Starkregen über Teile Niederösterreichs zog, blieb vielen Menschen kaum Zeit, zu reagieren. Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, Einsatzkräfte standen im Dauereinsatz. "Genau diese Überraschung soll es künftig nicht mehr geben", heißt es weiter.
Das Starkregen-Frühwarnsystem analysiert hochauflösende Wetterdaten, misst Wasserstände direkt vor Ort und berechnet mithilfe von KI-Prognosen, wo es gefährlich werden kann. Warnungen erfolgen über die Alarm-Plattform wasserstand.info direkt an Gemeinden, Einsatzkräfte und Bevölkerung. Denn: "Jede Minute zählt", heißt es in der Aussendung.
Aktuelles Beispiel ist das Projekt in Klein-Pöchlarn und Artstetten (NÖ). Dort werden besonders sensible Bereiche überwacht, in denen Starkregen rasch zu Überflutungen führen kann. Rund 14 Quadratkilometer und 2.300 Einwohner sind erfasst. Ziel ist es, früh zu warnen, Schäden zu reduzieren und Sicherheit zu geben - ohne massive Eingriffe in die Landschaft.
Das System soll nun schrittweise auf weitere Regionen in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg und in Zukunft auf ganz Österreich ausgeweitet werden. Die Erfahrungen aus Klein-Pöchlarn dienen dabei als Grundlage. Klar ist: Starkregen wird häufiger - und wir alle sollten vorbereitet sein.