Niederösterreich

Bei diesem Hochwasser-Projekt ist Mithilfe erwünscht

Die verheerenden Hochwasserereignisse im September 2024 haben NÖ erneut vor Augen geführt, wie angreifbar man trotz Schutzmaßnahmen ist.
Erich Wessely
12.01.2026, 08:00
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Vor diesem Hintergrund startet nun ein Forschungsprojekt, das den Blick weit über die jüngste Katastrophe hinaus richtet: die systematische Dokumentation historischer Hochwässer in Niederösterreich vor Beginn instrumenteller Messungen.

"Die Hochwasserkatastrophe im September 2024 hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass Extremereignisse keine abstrakte Gefahr sind, sondern reale Bedrohungen für unsere Gemeinden. Umso wichtiger ist es, aus der Vergangenheit und für die Zukunft zu lernen. Die Dokumentation historischer Hochwässer liefert uns dabei wertvolle Erkenntnisse, die helfen, Niederösterreich noch besser auf zukünftige Hochwasser vorzubereiten. Besonders begrüße ich, dass die Bevölkerung aktiv in dieses Projekt eingebunden wird – denn die Verbindung aus wissenschaftlicher Expertise und der Erfahrung der Menschen vor Ort liefert bessere Ergebnisse und damit besseren Schutz", so Wissenschaftslandesrat und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP).

Hochwassermarken an Gebäuden und Brücken, Pfarr- und Gemeindeaufzeichnungen sowie private Dokumente: Diese oft übersehenen Zeugnisse liefern wertvolle Hinweise darauf, wie stark Flüsse über die Ufer traten.

Aktive Einbindung von Bürgern

Ein zentrales Element des Projekts, für das das Land NÖ 54.500 Euro bereitstellt, ist die aktive Einbindung von Bürgern. Als sogenannte "Citizen Scientists" sind sie eingeladen, in ihren Gemeinden nach Hochwassermarken zu suchen, diese zu dokumentieren und in eine öffentlich zugängliche Online-Datenbank einzutragen. Unter der Leitung von Dr. Gertrud Haidvogl am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien untersucht das Projekt historische Hochwasserereignisse über mehrere Jahrhunderte hinweg.

"Leistet einen wichtigen Beitrag"

"Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung effektiver Hochwasserschutzstrategien", so Landesvize Stephan Pernkopf (VP). Bei Interesse an diesem Projekt: [email protected]

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