Kritik von Baerbock

Netanjahu nimmt Einladung in Trumps "Friedensrat" an

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat die Einladung von US-Präsident Trump zur Teilnahme an dessen "Friedensrat" angenommen.
Newsdesk Heute
21.01.2026, 12:14
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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Einladung von Präsident Trump am "Friedensrat" für den Gazastreifen angenommen. Das teilte Netanjahus Büro auf der Plattform X mit. Zuvor hatte er sich über die personelle Besetzung eines Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weiße Haus verärgert gezeigt.

Die Ankündigung über die Zusammensetzung des sogenannten "Gaza Executive Board", der dem "Friedensrat" unterstellt ist, sei "nicht mit Israel abgestimmt und widerspricht dessen Politik", hieß es in einer Stellungnahme des Büros von Netanjahu.

Internationale Reaktionen

Netanjahu stößt sich offensichtlich daran, dass dem Gremium der türkische Außenminister Hakan Fidan und der ranghohe katarische Diplomat Ali Thawadi angehören. Die Türkei und Katar hatten Israels Krieg im Gazastreifen gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas zuvor scharf kritisiert.

Mitglied des Friedensrat kann nur werden, wer von Trump eingeladen wird. Es gibt auch keine Bindung an seine Amtszeit als US-Präsident. Der ungarische Ministerpräsident und enge Trump-Vertraute Viktor Orban hat die Einladung als einer der Ersten angenommen. Hingegen sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, er könne sich nur schwer vorstellen, gemeinsam mit Russland in diesem oder einem anderen Gremium zu sein.

Kritik von Präsidentin der UNO-Vollversammlung

Präsident Trump plant für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem Friedensrat, ungeachtet zurückhaltender Rückmeldungen. Medienberichten zufolge will er dann die "Charta des Friedensrat" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnen.

Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, macht sich Sorgen um die Zukunft der UNO: "Die UN steht nicht nur unter Druck, sondern wird regelrecht angegriffen." Seit Jahresbeginn werde immer klarer, dass nicht mehr alle Mitglieder "an einem Strang ziehen".

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