Schutz vor Kälte

Lebensgefahr im Freien: Notschlafstelle sperrt auf

Ab Mittwoch bietet das "Biwak" in Salzburg wieder Obdach für bis zu 20 Menschen – vor allem dank Freiwilliger.
Michael Pollak
20.01.2026, 14:35
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Die frostigen Nächte können für obdachlose Menschen zur tödlichen Gefahr werden. Vorige Woche sind in Wien zwei Männer erfroren. Damit das in Salzburg nicht passiert, öffnet das Projekt "Biwak" der Erzdiözese Salzburg nach einem Jahr Pause wieder seine Türen.

Ab Mittwochabend stehen im Pfarrsaal von St. Elisabeth in der Elisabeth-Vorstadt wieder bis zu 20 Schlafplätze zur Verfügung. Wer hier nächtigt, muss seinen Schlafsack selbst mitbringen und in der Früh beim Aufräumen helfen.

Kontaktmöglichkeiten Kältetelfon

Wien Kältetelefon Caritas Wien: 01/4804-553 – 0:00-24:00 Uhr, 29. Oktober bis 29. April

Burgenland Kältetelefon Caritas Burgenland: 0676/8373-0322 – 08:00-22:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Steiermark Kältetelefon Caritas Steiermark: 0676/8801-58111 – 18:00-24:00 Uhr, 11. November bis 31. März

Kärnten Kältetelefon Caritas Kärnten: 0463/3960-60 - 18:00-06:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Salzburg Kältetelefon Caritas Salzburg: 0676/8482-10651 – 0:00-24:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Tirol Kältetelefon: 0512/2144-7 (TSD – Tiroler Soziale Dienste GMBH) – 0:00-24:00 Uhr, 1. November bis 30. April

Vorarlberg Caritas Center Feldkirch: 05522/200-1700 – 08:00-12:00 Uhr (Mo-Fr)

Notschlafstelle am Jahnplatz 4 in Feldkirch: 05522/200-1200 – 16:30-08:00 Uhr

Caritas Café 05522/200-1570 – 08:30-16:30 Uhr (Mo-Fr), 08:30-12:00 Uhr (Sa)

Oberösterreich  Kältetelefon für das Linzer Stadtgebiet – Sozialverein B37 – OBST 0732/7767-67560, 10:00-12:00 Uhr (Di, Do) – 1. November bis 31. März. Außerhalb der genannten Zeiten ist ein Anrufbeantworter aktiv.

Niederösterreich Kein Kältetelefon! Notschlafstellen gibt es in St. Pölten (Emmaus) und Wr. Neustadt (Verein für soziale Betreuung Süd und VBO); Infos über Wohnungslosenhilfeeinrichtungen in NÖ unter www.netwo-noe.at

Das Angebot richtet sich an Menschen, die sonst keinen Platz zum Schlafen haben – erklärt Herbert Müller, Obdachlosenseelsorger und Projektentwickler der Erzdiözese: "Biwak ist eine neue Chance für diejenigen, die nicht wissen, wo sie in der Nacht schlafen können. Dass sie einfach spät am Abend eine offene Tür finden werden, wo sie drinnen einen warmen Raum haben."

Möglich wird das Projekt vor allem durch ehrenamtliche Helfer: "Wir haben dank der Medien tatsächlich jetzt große Resonanz erlebt. Viele Menschen, Frauen und Männer haben gesagt, sie würden gerne mitarbeiten. Das heißt, wir können relativ entspannt anfangen", so Müller.

Hilfe ist weiter dringend nötig

Das "Biwak" ist täglich von 21:00 bis 06:00 Uhr geöffnet – vorerst bis Ostern. Freiwillige werden weiterhin dringend gesucht. Auch Schlafsäcke, warme Decken und Isoliermatten werden gebraucht.

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