Horror-Böen bis 120 km/h

"Bleib bitte daheim!" – Bombenzyklon im Anmarsch

Ein gefährlicher Schneesturm rast auf Mitteleuropa zu. In Teilen Österreichs werden Stürme, Schneeverwehungen und gefährliches Glatteis erwartet.
Bernd Watzka
09.01.2026, 06:01
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Ein sogenannter Bombenzyklon wühlt sich übers Meer Richtung Nord- und Mitteleuropa - und bringt ab heute Freitag massive Wetterextreme nach Österreich. Laut Meteorologen ist mit orkanartigen Böen, Schneemassen und gefährlichem Glatteis zu rechnen.

Luftdruck fällt binnen 24 Stunden

"Ein großer und gefährlicher Schneesturm kommt auf uns zu", warnt Meteorologe Jan Schenk von Weather.com. Der Luftdruck soll demnach um bis zu 30 Hektopascal binnen 24 Stunden fallen - ein "typisches Zeichen" für ein extremes Sturmtief. "Es drohen Schneeverwehungen, Glatteis und massive Verkehrsbehinderungen", warnt der Wetterexperte.

Von Vorarlberg bis Niederösterreich

Besonders gefährdet ist die Region von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich. Dort könnten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen, auch auf Autobahnen ist mit Schneeverwehungen zu rechnen. Dazu kommen Sturmböen bis 100 km/h, in exponierten Lagen sind sogar Orkanböen bis 120 km/h möglich.

Warmfront bringt Blitzeis

Ein weiteres Problem bringt die Warmfront, die mit dem Sturm hereinzieht. In den kommenden Stunden kann der Schneefall gebietsweise in Regen übergehen - mit der Gefahr von Blitzeis, sobald Regen auf eine eiskalte Oberfläche trifft und sofort gefriert. Auch wenn der Wind die Kaltluft am Boden rasch vertreiben könnte, warnten Experten vor einer überregionalen Glatteislage ab Freitagfrüh.

"Achte auf Unwetterwarnungen"

Die Sturmgefahr ist real, und Jan Schenk rät dringend: "Wenn es irgendwie geht - bleib Freitagvormittag bitte zu Hause und verfolge die aktuellen Unwetterwarnungen." Erst am Samstag lässt der Bombenzyklon langsam nach, bringt aber noch einmal Schneeschauer in die Alpen. Erst am Sonntag dürfte sich das Wetter etwas beruhigen - doch Schnee und Eis bleiben ein Thema.

Klimakrise verstärkt Extremwetter

Zur Info: Einzelne Extremereignisse wie Winterstürme lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist jedoch laut UN-Weltklimarat: Durch die globale Klimakrise werden Extremwettersituationen wie Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver.

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