Die Welt rutscht immer tiefer in die "Zeitalter der Viren". Durch menschengemachten Klimawandel, rapides Bevölkerungswachstum und globale Mobilität steigt das Risiko neuer - oder wiederkehrender - Seuchen. Und auch altbekannte Viren zeigen neue Stärke.
Ganz oben auf der Bedrohungsliste für 2026 steht ein alter Bekannter: Influenza A. Laut dem US-Infektiologen Patrick Jackson befinden wir bereits uns "am Rande einer Pandemie". Besonders im Visier: der Vogelgrippe-Stamm H5N1, der sich mittlerweile auch unter Kühen in den USA ausbreitet - und bereits mehrfach auf Menschen übergesprungen sein soll. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung wäre der nächste gefährliche Schritt.
Auch Mpox (ehemals Affenpocken) bleibt ein Thema. Seit dem weltweiten Ausbruch 2022 hat sich das Virus des Clade II in über 100 Ländern etabliert - mit schmerzhaften Hautausschlägen als Symptom. Die Krankheit überträgt sich vorwiegend durch engen körperlichen Kontakt, etwa beim Sex.
Weniger bekannt, aber hochgefährlich ist das Oropouche-Virus, das durch winzige Stechmücken übertragen wird. Es verursacht Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und breitet sich immer weiter in Süd- und Mittelamerika aus. Auch in den USA wurden bereits Fälle gemeldet - meist bei Reiserückkehrern.
Doch das ist noch nicht alles: Auch das Chikungunya breitet sich weiter aus - eine Impfung könnte sinnvoll sein. Zudem feiern Masern ein gefährliches Comeback, hauptsächlich aufgrund sinkender Impfraten. Auch HIV droht in manchen Regionen wieder Fuß zu fassen - wegen gekürzter Hilfsprogramme.
Die Ursachen sind komplex - von gestörten Ökosystemen bis zu globalem Reiseverhalten. Klar ist: Die Klimakrise wirkt dabei wie ein Beschleuniger. Und wir wollten uns mit Impfungen und Achtsamkeit schützen.