Was dein Vierbeiner täglich frisst, hat mehr Einfluss aufs Klima, als viele Tierbesitzer denken: Eine neue, britische Untersuchung zeigt, dass Hundefutter - vor allem Nass- und Rohfutter mit hohem Fleischanteil - für rund ein Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen Großbritanniens verantwortlich ist.
Wissenschaftler der Unis Edinburgh und Exeter analysierten fast 1.000 gängige Produkte. Das Ergebnis: Zwischen den einzelnen Futtersorten liegen Welten. Die umweltschädlichsten Produkte verursachen bis zu 65-mal mehr Emissionen als die sparsamsten Varianten.
Trockenfutter schnitt im Vergleich deutlich besser ab. Der Grund: Hochwertiges Fleisch, das auch Menschen essen könnten, verursacht besonders viele Emissionen. Werden hingegen weniger begehrte Schlachtkörperteile verarbeitet, sinkt die Klimabelastung - weil weniger Tiere geschlachtet werden müssen.
"Viele Hundebesitzer stehen im Zwiespalt", sagt Studienleiter John Harvey. "Sie wollen ihre Tiere artgerecht füttern, aber gleichzeitig den Planeten schonen." Sein Rat: Auf die Etiketten achten - weniger teures Edel-Fleisch, mehr Resteverwertung. Auch pflanzliches Hundefutter könnte eine Lösung sein, wurde in der Studie aber nur am Rande behandelt.
Wichtigste Erkenntnis aus der britischen Studie: Wer seinem Hund etwas Gutes tun will - und auch der Umwelt - sollte nicht nur auf die Marke, sondern auch aufs Fleisch im Napf schauen und dabei einen geringeren Anteil an hochwertigem Fleisch anstreben, so die Forscher.